ÖSTERREICH: SVS im Bundesliga-Endspiel gegen Wels

In der benachbarten Alpenrepublik werden an diesem Wochenende die Titelträger der Herren und Damen ermittelt. Unter der Bezeichnung "Final Four" treffen die jeweils besten vier Teams der Bundesliga in der Sporthalle Vogelweide im oberösterreichischen Wels aufeinander.

Die gestrigen Halbfinals brachten keine Überraschungen, die Favoriten stehen in den Endspielen. Es sind vier Klubs, die diese Saison an der Champions League teilgenommen hatten.

Das Finale der Herren bestreiten der SVS Niederösterreich (4:0 gegen KSV Kapfenberg) und die SPG Wels (4:0 gegen UTTC Ligist). Bei den Damen kommt es zum erwarteten Duell zwischen Österreichs Vorzeige-Klub Linz AG Froschberg (4:0 gegen TTC Villach) und dem SVS Ströck (4:1 gegen LZ Linz Froschberg).

Das Herren-Finale erhält zusätzliche Brisanz durch den Umstand, dass sich Niederösterreichs Tischtennis-Ikone Chen Weixing, mit 42 noch immer einer der besten Defensivspieler der Welt, nach Differenzen mit dem SVS-Management bei der Suche nach einem neuen Verein auch dem ambitionierten Veranstalterklub Wels angeboten haben soll. Derzeit ist jedoch dem Vernehmen nach ein Wechsel des Königsklassen-Siegers 2008 (mit Schwechat) und ehemaligen Weltranglisten-Neunten nach Polen wahrscheinlicher. Doch an diesem Sonntag soll er den SVS zum 16. nationalen Titelgewinn in Folge führen.

Wels träumt im Übrigen nach der Punktrunde, in der man Platz zwei hinter den Niederösterreichern belegt hatte, und dem Halbfinal-Erfolg vom Samstag vom Titel. Mit dem Singapur-Chinesen Zhan Jian (Mai-Weltrangliste Platz 41), dem erfahrenen Ungarn Lehel Demeter und dem serbischen Nationalspieler Zsolt Petö (WRL 107) ist der Herausforderer recht gut aufgestellt.

Petö schlug etwa bei der Team-Weltmeisterschaft in Tokio SVS-Akteur Stefan Fegerl (WRL 47) in einem packenden Duell mit 3:2. Fegerl zeigt sich entschlossen: "Im Finale gibt es eine Revanche". Österreichs Senkrechtstarter der letzten beiden Jahre merkt aber auch an: "Ich sehe die Chancen der beiden Mannschaften bei 50:50." Gerhard Demelbauer, Obmann der SPG Walter Wels, möchte mit seiner Truppe etwas reißen: "Wir spielen im Prinzip gegen das österreichische Nationalteam. Wir wollen sie ärgern und das können wir."