KOREA OPEN: Alle Deutschen ausgeschieden

Die Korea Open in Busan nehmen allmählich Fahrt auf. Allerdings ohne den DTTB, dessen fünf Starter inzwischen alle ausgeschieden sind. Zuletzt erwischte es Benedikt Duda und Nina Mittelham, die es wenigstens ins Hauptfeld geschafft hatten. Auch die deutschen Doppel-Kombinationen konnten nichts reißen.


Duda scheitert an Aruna, starker Karlsson

Qualifikant Benedikt Duda gewann in der 1. Hauptrunde den ersten Satz gegen den Nigerianer Quadri Aruna (Weltrangliste Platz 21) haushoch, konnte das hohe Level jedoch nicht halten und unterlag mit 1:4 (11:2, 8:11, 11:13, 9:11, 3:11).

Der topgesetzte Weltranglisten-Dritte Fan Zhendong behauptete sich mit Ach und Krach in sieben Durchgängen gegen seinen Landsmann Xu Chenhao nach Satzrückständen von 0:2 und 2:3. Geheimfavorit Ma Long gab dagegen gegen den Japaner Jin Takuya keinen Satz aus der Hand, ebenso wie der neue Weltranglisten-Erste, der ebenfalls gegen einen Japaner gewann. 13 Punkte durfte Yuki Hirano machen – in allen vier Durchgängen zusammen.

Bergneustadts Spanier Alvaro Robles hielt in einem TTBL-Duell Grünwettersbachs Inder Sathiyan Gnanasekaran auf Distanz (4:2). Vizeweltmeister Mattias Falck lag gegen Kamal Sharath Achanta mit 1:3 zurück, tütete aber doch noch einen 4:3-Sieg ein. Ganz stark der Erstrunden-Auftritt von Düsseldorfs Schweden Kristian Karlsson, der gegen Jun Mizutani als Außenseiter an den Tisch ging, aber mit 4:2 triumphierte. Jang Woojin, letzte Saison noch in Ochsenhausen unter Vertrag, besiegte den Chinesen Xue Fei (4:2). Tomokazu Harimoto ließ gegen den Schweden Jon Persson nichts anbrennen (4:1). Marcos Freitas besiegte Lee Sangsu mit 4:3.

Inzwischen liegen auch bereits vier Achtelfinal-Resultate vom Freitagmorgen vor: Fan Zhendong – Alvaro Robles 4:0, Jeoung Youngsik – Jang Woojin 4:0, Mattias Falck – Kristian Karlsson 2:4, Wang Chuqin – Marcos Freitas 4:1.

Mittelham übersteht 1. Runde nicht, Top-Chinesinnen alle weiter

Nina Mittelham hatte sich in überzeugender Manier durch die gewiss nicht einfache Qualifikation gespielt, die Weltranglisten-Zwölfte Doo Hoi Kem (Hongkong) war dann aber in der 1. Hauptrunde doch noch eine Nummer zu groß und siegte mit 11:8, 11:8, 11:7 und 11:9. Mittelham war bereits die letzte Europäerin im Teilnehmerfeld – eine Deutsche unter 31 Asiatinnen.

Echte Überraschungen blieben in der ersten Hauptfeld-Runde der Frauen aus. Die topgesetzte Ding Ning behauptete sich gegen ihre Landsfrau He Zhuojia (4:1). In einem weiteren interessanten China-Duell setzte sich die 18-jährige Sun Yingsha, im ITTF-Ranking gerade von 18 auf 11 geklettert, mit 4:3 gegen Qian Tianyi durch – Suns Kontrahentin hatte zwischenzeitlich mit 3:1 Sätzen geführt. Weltmeisterin Liu Shiwen musste gegen eine starke Hina Hayata zweimal den Satzausgleich hinnehmen, behielt dann aber doch mit 4:2 die Oberhand. Im Achtelfinale treffen am Freitagmittag Liu und Sun aufeinander. Die 17-jährige Japanerin Miyu Nagasaki, die in der Qualifikation Shan Xiaona ausgeschaltet hatte, konnte auch in der 1. Hauptrunde überzeugen. Mit 4:1 wurde die südkoreanische Defensivspielerin Suh Hyowon, immerhin Nummer 10 der aktuellen Weltrangliste, niedergehalten.

DTTB-Doppel schaffen es nicht in die Medaillen-Regionen

Benedikt Duda/Qiu Dang konnten sich in den „Preliminaries“ behaupten – mit 3:0 wurden die Franzosen Benjamin Brossier/Alexandre Robinot in die Schranken gewiesen. Auch das Achtelfinale lief noch gut. Gegen die an sieben gesetzten Hongkong-Chinesen Lam Siu Hang/Ng Pak Nam gab es ein glattes 3:0. Das Viertelfinale begann vielversprechend. Gegen die an vier gesetzten Japaner Masataka Morizono/Maharu Yoshimura wurde der erste Satz gewonnen und der zweite nur knapp in der Verlängerung verloren. Doch die Japaner bekamen das Match im Anschluss immer besser in den Griff und siegten mit 3:1.

Im Damen-Doppel hatte das eastside-Duo Nina Mittelham/Shan Xiaona zwar die Vorrunde überstanden und die slowakische Kombination Dana Cechova/Tatiana Kukulkova ausgeschaltet, doch im Achtelfinale war Endstation. Gegen die an Position fünf gesetzten Japanerinnen Miu Hirano/Saki Shibata musste man eine 1:3-Niederlage quittieren, wobei allerdings alle verlorenen Sätze denkbar knapp ausgingen.

 

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Text & Fotos (2): Dr. Stephan Roscher