ETTU CUP: Saarbrücken will Grundstein für Finaleinzug legen

Am Dienstag um 19.00 Uhr kommt es in der Hermann-Neuberger-Sportschule zu einem echten Highlight, wenn sich im Halbfinal-Hinspiel des ETTU Cups der 1. FC Saarbrücken TT und der polnische Vertreter K.S. Dekorglass Dzialdowo, beide Seiteneinsteiger aus der Champions League, gegenüberstehen.

Die Saarländer, die den Titel bereits 2014 gewannen, möchten sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 20. März sichern. Nach den beiden überzeugenden Siegen gegen Chartres im Viertelfinale – beide Begegnungen wurden mit 3:1 gewonnen –, hegt der FCS natürlich Ambitionen, ganz weit nach oben zu kommen und gegebenenfalls zum zweiten Mal in der Klubgeschichte den Titel an die Saar zu holen.

Ein großer Rivale und möglicher Endspielgegner ist gewiss das Team aus Hennebont mit Liam Pitchford, das bereits sein erstes Halbfinal-Match ausgetragen und mit 3:2 beim Sporting Clube De Portugal gewonnen hat.

Aber auch den morgigen Gegner aus der 20.000-Einwohner-Stadt Dzialdowo in Masuren sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Mannschaft des Bundesliga-Dritten ist vorgewarnt. Saarbrückens Sportlicher Leiter Erwin Berg erklärt weshalb. „Das Team aus Polen hat mit dem Top10-Spieler Wong Chun Ting einen extrem starken Spitzenspieler“, so Berg. „Außerdem haben sie mit dem Abwehrspieler Wang Yang einen Spieler, der leider in der Vergangenheit schon oft gegen unseren FCS punkten konnte. Komplettiert wird das Team von dem Ex-FCS-Spieler Jiri Vrablik.“ Vrablik fungiert übrigens auch als Team-Manager. Mit dem Japaner Taku Takakiwa, einst in Jülich unter Vertrag, und dem Polen Pawel Fertikowski stehen personelle Alternativen zur Verfügung. Alles steht und fällt natürlich mit dem Superstar der Gästetruppe, dem 27 Jahre alten Weltranglistenachten Wong Chun Ting. Allerdings könnte ein Patrick Franziska an einem richtig guten Tag durchaus eine Chance gegen den Hongkong-Chinesen haben.

Nach der sicheren Qualifikation für die Play-offs in der TTBL wollen Franziska und Co. auch im „Europapokal“ die nächste Runde erreichen, sprich ins Finale einziehen. Man hofft dabei auf die stimmgewaltige Unterstützung der Fans, um alles aus sich herauskitzeln zu können. Der Verein weist eigens nochmals darauf hin, dass nicht in der Joachim-Deckarm-Halle, sondern in der Sporthalle der Hermann-Neuberger-Sportschule gespielt wird, damit niemand am Dienstagabend gefrustet vor der falschen Halle steht.


Text: Dr. Stephan Roscher

Foto: 1. FC Saarbrücken TT