CL Damen: Stunden der Wahrheit für berlin eastside

Nach der 1:3-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel bei SKST Mart Hodonin-Stavoimpex steht das Team des ttc berlin eastside am Freitagabend beim Rückspiel mächtig unter Druck. Das Satzergebnis von 7:10 erscheint dagegen weniger aufregend und könnte bei einem 3:1 für eastside durchaus wettgemacht werden.

Doch der Gegner aus der Tschechischen Republik ist stark und hat das im Hinspiel zweifelsfrei unter Beweis gestellt. Matchwinnerin war die 20-jährige Chinesin Guo Ruichen, die nicht nur Georgina Pota sondern auch Shan Xiaona – und das nach zwischenzeitlichem klaren Rückstand – bezwingen konnte. Sollte Guo erneut doppelt punkten, wäre es das Aus für den Bundesliga-Spitzenreiter. Folglich werden die eastside-Asse alles versuchen, mit einer guten Taktik Hodonins Spitzenspielerin zu beeindrucken. Gefährlich ist aber auch die routinierte Iveta Vacenovska, der es in der ersten Partie gelang, sich in einen Rausch hineinzuspielen und Shan niedrzukämpfen. Auch die Polin Natalia Partyka sollte nicht unterschätzt werden, die am Wochenende beim Europe Top 16 immerhin das Halbfinale erreicht hat. eastside steht am Freitag vor einer echten Herausforderung. 

„Es ist sicher noch nichts verloren und unser Team hat noch alle Chance auf das Erreichen des Halbfinales“, so ttc-Manager Andreas Hain. „Aber die Ausgangslage ist schon schwierig und es bedarf nicht nur einer starken Mannschaftsleistung, sondern wir brauchen auch ein bisschen Glück, um noch weiter zu kommen.“  

Der viermalige Champions-League-Sieger wird in Bestbesetzung, also mit Xiaona Shan, Nina Mittelham, Georgina Pota und Matilda Ekholm, antreten und will versuchen den Gegner vom ersten Ball an unter Druck zu setzen.  

„Das erste Spiel wird entscheidend dafür sein, ob wir das Match noch drehen können“, so der Matchplan von Trainerin Irina Palina, die insbesondere dem verlorenen zweiten Spiel von Shan im Hinspiel nachtrauert. „2:0 nach Sätzen und 6:1 im dritten Satz hat Shan geführt, so ein Spiel darf sie einfach nicht verlieren. Ich kann mir das bis heute nicht erklären.“ 

Doch Vergangenem nachzutrauern nützt nichts, es gilt, die Ärmel hochzukrempeln und alles in die „Schlacht“ zu werfen, was möglich ist. Kompromisse kann es keine geben, man muss und wird bedingungslos auf Sieg spielen – und zwar auf einen klaren Sieg, möglichst ein sattes 3:0. Gelingt es, den starken Widersacher von Anfang an zu beeindrucken, könnte es ein denkwürdiger Champions-League-Abend in der Frauensporthalle Marzahn werden.  

Spielbeginn ist um 18.30 Uhr. Bereits ab 18.00 Uhr wird der RBB live einen Stimmungsbericht senden und um 21:45 Uhr einen Spielbericht nachliefern. 

 

Text & Foto: Dr. Stephan Roscher