POKAL: Ochsenhausen sehr zufrieden mit Viertelfinal-Los

Es hätte heftiger kommen können für die TTF Liebherr Ochsenhausen. Im Pokal-Viertelfinale werden die Oberschwaben, die im Achtelfinale dem Ligarivalen Fulda-Maberzell keine Chance ließen, beim Zweitligisten TTC GW Bad Hamm antreten.

Das ergab die Auslosung am Dienstagmittag im Rahmen einer Pressekonferenz in der Neu-Ulmer ratiopharm arena.

Der Traditionsklub aus Westfalen, der in den 70ern und 80ern zehn Jahre in der 1. Bundesliga aufgeschlagen hat, konnte im Achtelfinale vor heimischer Kulisse TTBL-Schlusslicht Jülich ausgeschalten und wird gewiss nicht unterschätzt werden. Mit dem erfahrenen französischen Altinternationalen Damien Eloi, dem deutschen U21-Nationalspieler Gerrit Engemann und dem jungen Japaner Koyo Kanamitsu aus dem Liebherr Masters College hat der einzige noch im Wettbewerb verbliebene Zweitligist eine starke Truppe beisammen. Dennoch gehen die TTF als eindeutiger Favorit ins Match und haben ein klares Ziel vor Augen, nämlich das Final Four am 5. Januar 2019 zu erreichen und dort für Furore zu sorgen.

Der genaue Spieltermin steht noch nicht fest. Die Viertelfinal-Paarungen müssen auf jeden Fall bis zum 14. November ausgetragen sein. Sollte Ochsenhausen in Bad Hamm gewinnen, würde man im Halbfinale des Final Four auf den Sieger der Partie Saarbrücken vs. Grenzau treffen. Zum Duell mit der Düsseldorfer Borussia kann es aufgrund der Setzung erst im Finale kommen.

Ochsenhausens Cheftrainer Dmitrij Mazunov warnt jedoch davor, das Fell des Bären zu verteilen, bevor er erlegt ist. „Auf dem Papier ist das sicher keine so schwere Aufgabe, doch muss es erst einmal gespielt werden, bevor wir uns über das Liebherr Pokal-Finale Gedanken machen“, stellt Mazunov fest. „Unsere Jungs haben in den nächsten Wochen viele schwere Spiele und wichtige Turniere vor sich, deshalb müssen wir schauen, dass sie topfit und ausgeruht ins Viertelfinale gehen. Zudem darf man Spieler wie Eloi und auch Koyo Kanamitsu aus dem LMC nie unterschätzen.“

Optimistischer zeigt sich der Präsident. „Selbstverständlich sind wir mit dem Pokal-Los zufrieden“, so Kristijan Pejinovic. „Es hätte wirklich schlimmer kommen können. Bad Hamm ist für einen Zweitligisten gut besetzt, dennoch sind unsere Jungs klarer Favorit und wollen sich die große Chance auf den Einzug ins Liebherr Pokal-Finale nicht nehmen lassen. Und sie wissen selbst sehr genau, dass man keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen darf.“

Düsseldorf vor hoher Viertelfinal-Hürde

Ansonsten stehen drei reine Bundesliga-Duelle auf dem Programm. Der ASV Grünwettersbach empfängt Borussia Düsseldorf und freut sich darauf, dem Titelverteidiger das Leben schwerzumachen. Das hat er schon letzte Saison in derselben Runde getan, damals in Düsseldorf, wo der 3:1-Erfolg der Borussia am seidenen Faden hing und Kristian Karlsson die Rheinländer mit einem 15:13 im 5. Satz gegen Samuel Walker ins Final Four rettete. Überhaupt liegt der ASV der Boll-Truppe nicht allzu gut. Dementsprechend ist der Borussia-Manager nicht sehr glücklich über die Auslosung.Grünwettersbach ist das härteste Los, das wir bekommen konnten", sagte Andreas Preuß. "Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen und stark besetzt mit Sathiyan Gnanasekaran, Ricardo Walther, Dang Qiu und Bojan Tokic. Wir können uns auf einen heißen Tanz einstellen."

Ferner erwartet der SV Werder Bremen die Bergneustädter Schwalben zu einem reizvollen Duell, bei dem von 3:0 bis 0:3 alles möglich erscheint. Als Favorit geht sicher der 1. FC Saarbrücken gegen das Zugbrücken-Team aus Grenzau an den Tisch, doch wer weiß was passiert, wenn Kirill Gerassimenko einen seiner häufiger werdenden Traumtage erwischt und alles trifft, was sich bewegt?

 

Das Viertelfinale im Überblick

ASV Grünwettersbach - Borussia Düsseldorf
SV Werder Bremen - TTC Schwalbe Bergneustadt
1. FC Saarbrücken TT - TTC Zugbrücke Grenzau
TTC GW Bad Hamm - TTF Liebherr Ochsenhausen

 

 

Text: Dr. Stephan Roscher

Teamfoto Ochsenhausen: Verein

Foto Podiumsgäste mit Pokal: TTBL