Antivirus Software mit Identitätsschutz
Im Januar 1986 wurde der vermutlich erste Computervirus an der FU-Berlin entdeckt. Seither sind über 20 Jahre vergangen und mit der Weiterentwicklung von Betriebssystemen, der zunehmenden Verbreitung von Computern, sowie der stetigen Weiterentwicklung und Perfektion neuer Viren machen es immer schwerer einen virusfreien Computer zu besitzen und seine eigene Identität zu schützen.
Unterschiedliche Viren und deren Systematik
Die verschiedenen Software und Netzwerkschichten eines Computers (siehe OSI-Modell) haben diverse Angriffsmethoden hervorgebracht. Daher ist es sinnvoll Viren entsprechend zu unterteilen. Zu den ältesten Viren zählen die sogenannten BOOT-Viren, welche den ersten physischen Teil einer Diskette oder Festplattenpartition infizieren und so den Boot Vorgang stören oder sogar das Bios eines Computers manipulieren können. Die am häufigsten anzutreffenden Viren sind allerdings die Dateiviren. Hierzu genügt es eine Wirtsdatei (Dateien an dessen Ende sich ein Virus angefügt hat) auszuführen. Des weiteren gibt es die Macroviren und die Scriptviren. Macroviren findet man in Dokumenten die Makros enthalten, wie zum Beispiel die meisten Excel-Dateien. Sogenannte Scriptviren nisten sich in Webseiten und Webportalen ein, wobei das Ausführen von Scripten in jedem Browser deaktiviert werden kann und somit auch ein womöglicher Befall verhindert wird.
Schutz vor Viren
Einen absoluten Schutz vor Viren gibt es natürlich nicht. Allerdings erkennt eine Antivirus Software in der Regel 95 bis 99 Prozent der Viren und verhindert somit eine weitere Verbreitung des Virus. Hierbei ist es nicht immer von Nöten eine kostenpflichtige Software zu erwerben, da Freeware Antivirus Software einen ausreichenden und teilweise sogar besseren Schutz bieten. Des Weiteren sollte stets eine Firewall installiert und aktiviert sein. Für Windows Systeme ist diese ab Windows Vista ausreichend.
Schutz der Identität
Der Schutz der Identität ist bei weitem komplexer und sollte stets im Vordergrund stehen. Hierbei sollte sowohl das Antworten von E-Mails, wie auf das generelle Bekanntgeben privater Informationen auf Webseiten geachtet werden. Diverse Antiviren Software Hersteller bieten einen Identitätsschutz an. Dies beinhaltet das überwachen von Cookies, Passwörtern sowie eine Kreditüberwachung. Antispyware spielt hierbei eine Schlüsselrolle.