Nach den glorreichen Zeiten des TTC Zugbrücke Grenzau um die Jahrtausendwende dauerte es ein Jahrzehnt, bis mit Borussia Düsseldorf in der vergangenen Saison wieder eine Mannschaft ungeschlagen Herbstmeister werden konnte. Dieser Startrekord der Borussia mit 18:0 Siegen und 27:9 Spielen wurde nun vom 1.FC Saarbrücken sogar noch gebrochen. Die Traditionsmannschaft aus dem Saarland, immerhin Bundesliga-Gründungsmitglied, spielte mit 18:0 Siegen und 27:6 Spielen eine überragende Vorrunde und konnte das Punktekonto mittlerweile durch einen 3:0 Sieg über den TTC Zugbrücke Grenzau sogar auf 20:0 Punkte ausbauen.
Durch die Niederlage von Fulda gegen Hanau, hat Saarbrücken jetzt schon sechs Punkte Vorsprung auf Fulda und acht Punkte Vorsprung auf Düsseldorf.
Das Team mit dem aktuellen deutschen Meister Bastian Steger, Sloweniens zweifachem EM-Bronzemedaillengewinner Bojan Tokic und dem überragenden Spieler der Saison Joao Monteiro (6:1 Bilanz in der Champions League, 10:1 Bilanz in der TTBL) trifft schon im Januar auf die beiden Verfolger Fulda und Düsseldorf.
Saarbrückens Trainer Matthias Landfried: "Wir haben einen wahnsinnigen Lauf, aber wir heben nicht ab. Uns ist klar, dass die Siegesserie auch irgendwann reissen wird. Im Januar treffen wir beim Deutschen Pokalfinale in Stuttgart auf Borussia Düsseldorf, in der Champions League auf den SVS Niederösterreich und wir wären sehr froh wenn wir in der Bundesliga von den Spielen gegen Fulda und Düsseldorf eines gewinnen würden."
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Für die deutschen Nationalspieler ist es bereits Gewohnheit, keine lange Weihnachtspause zu haben. Auch dieses Jahr gibt es kaum trainingsfreie Tage und die Planung und Vorbereitung auf die Großveranstaltungen Mannschafts-WM und Olympia 2012 laufen auf Hochtouren.
Deutschlands Aushängeschild Timo Boll konnte selbst bei der Wahl zu Deutschlands "Sportler des Jahres" nur per Videobotschaft grüßen. Bis zum 23.12. ist er auf Teneriffa, allerdings nicht zum Urlaub, sondern angeleitet von Ralph Färber vom Olympiastützpunkt Hessen steht Athletiktraining auf dem Programm.
Der WM-Bronzemedaillengewinner 2011 erläutert, dass es im kommenden Jahr zur Sache geht und die Herausforderungen groß sind, aus diesem Grund tue er alles um eine optimale körperliche Verfassung zu erreichen. Da es bereits am 06.01.2012 mit dem Pokalfinale in Stuttgart weiter geht, freut sich Deutschlands Nr.1, dass er die Weihnachtsfeiertage ganz traditionell zuhause mit seiner Frau Rodelia bei den Familien verbringen kann.
Auch seinem Nationalmannschaftspartner Dimitrij Ovtcharovs geht es nicht besser. Sein russischer Verein Orenburg muss vom 22. bis 25. Dezember in St. Petersburg in der russischen Liga spielen, da das russische Weihnachtsfest ist erst im Januar ist. Ovtcharov freut sich daher besonders auf Silvester, auch weil ihn seine schwedische Freundin Jenny besuchen wird.
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Wer hätte das gedacht, dass die Topteams von Europas stärkster Liga, reihenweise die Segel streichen müssen. Nachdem Titelverteidiger Borussia Düsseldorf, die TTF Liebherr Ochsenhausen und der TTC Zugbrücke Grenzau bereits in der Gruppenphase der Champions League gescheitert sind, konnte mit dem Bundesliga-Tabellenführer 1.FC Saarbrücken sich ausgerechnet ein Team in der sogenannten Todesgruppe der ECL durchsetzen.
In einer Gruppe mit dem Tabellenführer der französischen 1.Liga Pro A, dem amtierenden ETTU CUP-Sieger Chartres ASTT, blieb es bis zum letzten Spieltag spannend. Der Rekord-Championsleague-Sieger Villette Charleroi aus Belgien mit Publikumsmagnet Jean-Michel Saive und dem gefährlichen Chinesen Wang Jian Jun befand sich gleichzeitig in einem Fernduell mit Saarbrücken und dem kroatischen Topteam STK Dr. CASL Zagreb, die mit Olympiasieger Ryu Seung Min und dem chinesischen Weltklassespieler Tan Ruiwu bärenstark aufgestellt sind.
Obwohl Zagreb ohne Superstar Ryu Seung Min antreten musste, der außerplanmäßig nur in zwei von sechs Spielen zur Verfügung stand, musste Saarbrücken bis zum Schluss zittern. Im entscheidenden Spiel gegen Zagreb stand es nach Siegen von Kroatiens Tan Ruiwu über Steger und Monteiro 2:2 und das allerletzte Einzel musste die Entscheidung bringen, während das Spiel zwischen Charleroi und Chartres ebenfalls noch lief. Der FCS behielt die Nerven und siegte mit 3:2 und gehört mit dem Viertelfinaleinzug in der Champions League nun zu Europas acht stärksten Mannschaften.
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Das Jahr 2012 nähert sich mit riesigen Schritten und damit auch die Großevents Mannschaftsweltmeisterschaften in Dortmund und die Olympischen Spiele in London.
Im Hinblick auf diese Saisonhöhepunkte hat der Deutsche TT-Bund Umstrukturierungen im Trainerbereich der Damen-Nationalmannschaft durchgeführt. Die Bundesstützpunktgruppe der Damen am Deutschen TT-Zentrum Düsseldorf wird zukünftig von Wang Zhi trainiert. Bundestrainer Jörg Bitzigeio soll sich verstärkt der Planung und Steuerung widmen und hauptsächlich als Teamcoach tätig sein.
Die gesamte Koordination bei den Damen hinsichtlich den Weltmeisterschaften und Olympia liegt bei Eva Jeler als Cheftrainerin des gesamten weiblichen Bereichs.
DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig äußerte sich wie folgt: "Vor den wichtigen sportlichen Höhepunkten 2012 wollen wir durch den etwas anderen Aufbau insgesamt eine Optimierung erreichen. Für das tägliche Training sollen durch Veränderungen auch neue Reize gesetzt werden.“ Eine Analyse nach den Europameisterschaften in Danzig war Anlass für diese Umstrukturierung.
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2011 - was für ein Jahr für den 1.FC Saarbrücken!
Ungeschlagener Tabellenführer und Herbstmeister in der 1.Bundesliga, qualifiziert für das DTTB-Pokalfinale in Stuttgart, in der Champions League als einziger deutscher Verein im Viertelfinale unter den stärksten acht Mannschaften Europas vertreten und nun auch noch bei der Wahl zu Saarlands Mannschaft des Jahres 2011 den 1. Platz erreicht!
Die Wahl wurde live im SR-Fernsehen übertragen und noch während der Sendung schalteten die Moderatoren in die Halle nach Frickenhausen, wo der FCS mit den Spielern Bastian Steger, Bojan Tokic und Joao Monteiro, dem Trainer Matthias Landfried, Manager Klaus Bastian und dem Sportlichen Leiter Erwin Berg, noch im Kampf um Bundesligapunkte aktiv waren.
Letztendlich nahm der 1.FC Saarbrücken nicht nur die Punkte aus Frickenhausen mit, sondern auch die Trophäe, die der Mannschaft in der Halle während einer Live-Schaltung zur Gala und Sendung des Saarländischen Rundfunks überreicht wurde.
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Während bei den Damen Han Ying erfolgreiche Revanche für ihre Halbfinal-Niederlage bei den Deutschen Meisterschaften 2011 in Bamberg genommen hat und sich gegen die amtierende deutsche Meisterin Zhenqi Barthel mit 4:2 durchsetzen konnte, kam es bei den Herren zu einem rein Hanauer Endspiel.
Nach langer Verletzungspause konnte sich Patrick Franziska bis ins Finale durchkämpfen, unterlag dort in einem engen Spiel mit 2:4 gegen seinen Teamkollegen von der TG Hanau, Steffen Mengel. In der Zwischenrunde trafen beide ebenfalls aufeinander, hier konnte sich der 19-jährige Franziska noch durchsetzen, aber Mengel konnte sich letztendlich in einem taktisch geprägten Spiel durchsetzen, in dem vielleicht sein 18:16 Sieg im ersten Satz eine kleine Vorentscheidung war.
Während Patrick Franziska überglücklich war, nach sechsmonatiger Auszeit aufgrund einer Rücken- und Schulterverletzung, sich wieder in einem Wettkampf messen zu können und sogar direkt ins Finale marschiert zu sein, nachdem er erst wieder seit fünf Wochen richtig trainieren konnte, freute sich Steffen Mengel besonders, nicht nur das zweithöchste nationale Turnier in Deutschland gewonnen zu haben, sondern auch die letzte Auflage des Bundesranglistenfinales, welches 2011 zum letzten Mal stattfand.
Weiter im Aufwind ist auch Ricardo Walther, der Jülicher Zweitligaspieler erreichte das Halbfinale und konnte sich im Spiel um Platz 3 gegen Alexander Flemming durchsetzen. Bei den Damen wurde Nadine Bollmeier Dritte, die sich gegen Tanja Krämer knapp mit 4:3 durchsetzen konnte, die nach langer Verletzungspause ein tolles Comeback feiern konnte. Pechvogel des Bundesranglistenfinales war Ruwen Filus, der im gesamten Turnierverlauf nur ein einziges Spiel verlor, in der Zwischenrunde alle Spiele mit 4:0 gewann, seine Platzierungsspiele alle deutlich mit 4:1 und doch nur Neunter wurde.
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Dimitrij Ovtcharov gehört seit rund drei Jahren zu den fünfzehn besten Spielern der Weltrangliste, nun ist der 23-jährige Profispieler erstmals unter den TOP-10 der Weltrangliste.
In den letzten Wochen erzielte Ovtcharov bei den World Cup Turnieren in Magdeburg und Paris tolle Erfolge, darunter sein Sieg gegen Chinas Topstar Wang Hao, aber auch seine knappe 3:4 Niederlage gegen den aktuellen Weltmeister Zhang Jike dokumentierte sein Leistungsvermögen.
Für 2012 hat sich Ovtcharov viel vorgenommen. Im Fokus stehen vor allem die LIEBHERR Mannschafts-WM in Dortmund und die Olympischen Spielen in London.
Timo Boll bleibt weiter auf Platz 4 in der Weltrangliste, eingekreist von einer chinesischen Armada. Vor ihm rangieren Ma Long, Zhang Jike und Wang Hao auf den Plätzen 1 bis 3, während hinter ihm Xu Xin, Wang Liqin und Ma Lin lauern.
Bastian Steger vom 1.FC Saarbrücken und Patrick Baum von Borussia Düsseldorf haben wieder die Reihenfolge getauscht. Steger belegt Platz 20 der WRL, Baum folgt ihm auf Platz 21.
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Anlässlich des bald anstehenden deutschen Pokalfinales in der Stuttgarter Porsche-Arena, nutzte der württembergische TT-Verband TTVWH die Gelegenheit für ein Interview mit Saarbrückens Trainer Matthias Landfried, für den das Event als Wendlinger praktisch ein Heimspiel ist.
Der TTVWH-Ressortleiter Thomas Holzapfel stellte Fragen zur sportlichen Situation, sonstigen Aktivitäten und zukünftigen Plänen von Matthias Landfried, dem Internetportal TT-NEWS und speziell zum LIEBHERR Pokalfinale. Der 36-jährige Trainer des 1.FC Saarbrücken, der international auch für die slowakische Nationalmannschaft tätig ist, äußerte sich zur Bedeutung des erstmals als Final Eight ausgetragenen Finalturniers, der Auslosung, der Erwartungshaltung in sportlicher Hinsicht und beurteilte die Porsche-Arena als Austragsort.
Die Antworten und einige weitere interessante Informationen gibt es direkt hier auf der Internetseite des TTVWH:
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In einer Neuauflage des EM-Finales unterlag Deutschland im Endspiel der European Nations League letztendlich deutlich mit 0:3 gegen Schweden. Relativierend muss man festhalten, dass Deutschland ohne Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov, Patrick Baum, Bastian Steger und Christian Süß angetreten ist. Auf Seiten der Schweden fehlten Jörgen Persson und Per Gerell. Letztendlich konnten Steffen Mengel, Zoltan-Fejer-Konnerth und Ruwen Filus im Rückspiel in Chemnitz den Schweden Jens Lundquist, Kristian Karlsson und Robert Svensson an diesem Abend nicht Paroli bieten.
Bester Spieler der European Nations League war Jens Lundquist (Foto), der insgesamt eine 12:1 Bilanz spielte.
Nationaltrainer Jörg Roßkopf äußerte sich im Anschluss, dass der Sieg der Schweden in Ordnung gehe und sie diesmal verdient gewonnen haben. Er zeigte sich aber zufrieden, überwiegend mit jungen Spielern aus der zweiten Reihe ins Endspiel der European Nations League eingezogen zu sein.
Deutschland darf sich aber immerhin mit einem Titel bei den Damen trösten. Nach dem klaren Hinspielsieg fühlten sich die DTTB-Damen eventuell unbewußt etwas zu sicher, so dass es im Rückspiel nochmal richtig spannend wurde. Nach Niederlagen von Kristin Silbereisen und Wu Jiaduo, stand Sabine Winter plötzlich unter Druck, denn bei 1:6 Sätzen standen die deutschen Damen unter Zugzwang. Letztendlich gewann Winter sicher, so dass die abschließende Niederlage von Silbereisen gegen Li Jie und damit auch die 1:3 Rückspielniederlage insgesamt keine Rolle mehr spielte. In Addition hatte das DTTB-Team die Nase vorne und sicherte sich den Titel dieses kontinentalen Wettbewerbs, der über drei Jahre andauerte.
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Deutschland gegen Niederlande - ein Fußball-Klassiker, aber auch im Finale der JOOLA European Nations League ein Spitzenspiel. Im Hinspiel haben die DTTB-Damen Europameister Niederlande mit 3:0 überrollt und dabei nur drei Sätze abgegeben. Nach dem Hinspiel in Heerlen haben die deutschen Damen nun in Chemitz alle Chancen, sich den Titel zu sichern.
Bundestrainer Jörg Bitzigeio warnte aber, dass es sich um keinen Selbstläufer handeln wird. In den Reihen der Niederlande stehen mit Einzel-Europameisterin Li Jiao und der Abwehrspielerin Lie Jie zwei gebürtige Chinesinnen. Komplettiert wird das Team von Elena Timina, Linda Creemers und Britt Eerland.
Die deutschen Herren haben nach ihrer knappen 2:3 Hinspiel-Niederlage gegen Schweden in Halmstad auch noch alle Möglichkeiten, den Titel zu gewinnen.
„Das Rennen um den Titel ist nach dieser knappen Niederlage noch offen“, sagt Bundestrainer Jörg Roßkopf. „Wir sind nur zwei Sätze schlechter, da ist im Rückspiel noch alles drin. Das wird ein spannendes Spiel vor heimischem Publikum."
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Am ersten Dezemberwochenende findet in Seligenstadt (Hessen) zum letzten Mal das Bundesranglistenfinale in seiner bisherigen Form statt. Nachdem sich die Sportwarte der Landesverbände für eine Abschaffung dieser Veranstaltung ausgesprochen hatten, wurde diese auf dem Bundestag von den Präsidenten auch beschlossen.
Auf die Veranstaltung in Seligenstadt hat dies allerdings keine Auswirkungen. Nach wie vor werden sich die ersten 10 der Rangliste für die Deutschen Meisterschaften in Berlin im März 2012 qualifizieren, die Plätze 11 bis 16 erspielen einen Startplatz für ihre Region.
Teilnehmen wird unter anderem der Shootingstar der vergangenen Wochen und Sieger des Bundesanglistenturniers, Ricardo Walther. Ebenfalls auf der Startliste stehen: Zoltan Fejer-Konnerth, Lars Hielscher, Ruwen Filus, Patrick Franziska und Steffen Mengel. Obwohl das Top-Team fehlt also eine nette Ansammlung an Nationalspielern, die sehr interessante Spiele verspricht.
Eine ähnliche Mischung aus Erfahrung und Jugend spiegelt die Startliste der Damen wider. Die Ex-Nationalspielerinnen Tanja Krämer, Jessica Göbel und Nadine Bollmeier treffen auf Zhenqi Barthel, Sabine Winter, Petrissa Solja und Kathrin Mühlbach. Nicht zu unterschätzen ist auch Han Ying vom MTV Tostedt.
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Misslungener Olympiatest bringt frühes Achtelfinal-Aus für Ovtcharov und Wu
London. Wenn misslungene Generalproben ein gutes Zeichen sind, dann dürfen Dimitrij Ovtcharov und Wu Jiaduo den Olympischen Spielen 2012 in London überaus gelassen entgegen sehen. Bei den als offizieller Olympiatest ausgeschriebenen ITTF Pro Tour Grand Finals unterlagen die beiden einzigen DTTB-Vertreter im Feld ihren Gegnern Ryu Seung Min und Kasumi Ishikawa im Achtelfinale nach enttäuschenden Vorstellungen jeweils mit 1:4. Ein schwacher Trost bleibt den beiden: Ausgerechnet ein chinesischer Olympiasieger leistet dem deutschen Duo beim Londoner Erstrundenfrust Gesellschaft. Ma Lin, der Goldmedaillengewinner von Peking, bestätigte seine mäßige Form der vergangenen Wochen und unterlag Gao Ning (Singapur), der Ovtcharovs nächster Gegner hätte sein können. Ansonsten setzten sich mit Ausnahme des Japaners Jun Mizutani, der dem Taiwanesen Chuang Chih-Yuan unterlag, alle Favoriten durch.
Der für die Herren verantwortliche Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf, selbst olympischer Bronzemedaillengewinner im Einzel 1996, hatte sich vom Olympiatest allerdings wesentlich mehr versprochen: "Die Bedingungen werden im Sommer bei der Olympiade ganz anders sein. Es wird andere Tische geben, andere Bälle, die Beleuchtung wird verändert und sogar die Tribüne wird von 2.000 auf 6.000 Plätze erweitert. Ich hatte mich gefreut, schon einmal einen ersten Olympia-Eindruck gewinnen zu können, aber jetzt bin ich doch enttäuscht. Das war kein guter Olympiatest, sondern lediglich ein Grand Final der Pro Tour in der Olympiastadt."
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Nach 155 Tagen kehrte Christian Süß, etwas früher als geplant, wieder in den Wettkampfsport zurück. Nach dem grippebedingten kurzfristigen Ausfall von Timo Boll gelang Christian Süß beim 3:2 Sieg gegen den SVS Niederösterreich ein erfolgreiches Comeback für seinen Club Borussia Düsseldorf.
Rund 5 Monate nach seiner Knie-Operation und 22 Wochen ohne Spielpraxis war der deutsche Nationalspieler anfangs noch etwas nervös, fand aber schnell seinen Rhythmus und holte den wichtigen Sieg zum 2:1 gegen Österreichs Nationalspieler Stefan Fegerl. Christian Süß: "Vielleicht war es ja auch nicht so schlecht, dass ich mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen wurde. Dann hatte ich nicht so viel Zeit, mich verrückt zu machen."
Nachdem ihm nach seiner Verletzung bei einem Showevent ein abgebrochener Knorpel entfernt werden musste, konnte Christian Süss sich wieder frei und schmerzfrei bewegen und er war erleichtert, diese schwierige Zeit überstanden zu haben. Er will nun wieder für seinen Verein und auch international angreifen, wo er verletzungsbedingt auf Platz 40 der Weltrangliste abgerutscht ist.
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Angeführt vom amtierenden Herren-Weltmeister China und Damen-Titelträger Singapur haben alle qualifizierten Teams ihre Teilnahme am LIEBHERR World Team Cup in Magdeburg bestätigt.
So werden nun die Top Acht der Mannschafts-WM in Moskau im vergangenen Jahr, vom 3. bis 6. November in der GETEC-Arena gegeneinander antreten. Für sie alle ist es die Generalprobe für die LIEBHERR Mannschafts-Weltmeisterschaften Ende März in Dortmund, für Deutschlands Herren darüber hinaus die Möglichkeit zur Revanche für die knappe WM-Finalniederlage von Moskau.
"Wir wollen es den Chinesen wieder so schwer wie möglich machen", sagt Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf. "Aber auch die übrigen Teams sind hochkarätig. So ist das Turnier ein guter Härtetest für uns im Jahr vor der Heim-WM und den Olympischen Spielen."
Auch die DTTB-Damen wollen ihre Form unter Beweis stellen. Das Team von Bundestrainer Jörg Bitzigeio hatte in Moskau sensationell die Bronzemedaille gewonnen und konnte erst im Halbfinale vom späteren Weltmeister Singapur gestoppt werden.
Das letzte ganz große Highlight aus europäischer Sicht ist die Europameisterschaft im polnischen Danzig (8. - 16. Oktober).
Auf dem Weg dorthin treffen sich die Topstars bei den Austrian Open 2011 in Schwechat.
Das Pro Tour Turnier in der Werner Schlager Academy und im Multiversum Schwechat von 21. - 25. September markiert den letzten Test vor den kontinentalen Titelkämpfen. Kein Wunder, dass Europas Asse in Scharen die Gelegenheit nutzen, um noch einmal in Schwechat einen Formüberblick zu bekommen. So hat unter anderem auch Deutschlands mehrfacher Mannschafts-Europameister Dimitrij Ovtcharov das Turnier nahe Wien dick in seinem Kalender angekreuzt. Der deutsche Verband hat die Nennung Ovtcharovs bereits abgegeben.
Ovtcharov wird dabei auf die Asse aus China treffen, eine echte Standortbestimmung, denn er gilt bei den Europameisterschaften in Polen als einer der großen Herausforderer des deutschen Ausnahmespielers Timo Boll, der sich über den Sommer bei seinem Engagement in der chinesischen Superliga fit gehalten hat.
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Titelverteidiger Borussia Düsseldorf sieht sich in Gruppe A mit dem Vorzeigeklub SVS Niederösterreich mit Werner Schlager und Chen Weixing konfrontiert. Polens Vertreter Bogoria Grodzisk ist mit Oh Sang Eun und Wang Zeng Yi bärenstark. Die Franzosen aus Istres mit Routinier Christophe Legout und Talent Quentin Robinot dürften das schwächste Team der Gruppe sein.
In Gruppe B muss sich die TTF Liebherr Ochsenhausen mit der russischen Topmannschaft UMMC Ekaterinburg, den Franzosen von AS Pontoise Cergy und Lokomotiva Vrsovice aus Tschechien auseinandersetzen. Chancenlos dürfte der deutsche Vizemeister gegen keinen der Konkurrenten sein. Ekaterinburg gilt als Favorit in der Gruppe, während die Tschechen die Außenseiterrolle einnehmen.
Die Gruppe C ist eine echte Todesgruppe. Der 1. FC Saarbrücken bekommt es mit ETTU CUP-Sieger Chartres zu tun, die mit Gao Ning, Robert Gardos und Pär Gerell sehr gut besetzt sind, mit Rekord-Championsleague-Sieger Charleroi mit Publikumsmagnet Jean-Michel Saive und dem kroatischen Topteam STK Dr. CASL Zagreb, mit Weltstar Ryu Seung Min und Tan Ruiwu.
Der TTC Zugbrücke Grenzau unternimmt in der Gruppe D einen neuen Anlauf, das Viertelfinale zu erreichen. Kaum zu schlagen sein wird das russische Spitzenteam Orenburg mit Dimitrij Ovtcharov und Vladimir Samsonov. Die Franzosen aus Levallois mit internationalen Topspielern wie Chuang, Rubtsov und Lebesson werden eine harte Nuss sein und auch Prag mit seiner rein tschechischen Mannschaft um Tomas Konecny gilt als unangenehm.
Der Start in die neue Bundesliga-Saison hat es gleich in sich: Das Schlagerspiel zwischen den Play-off-Halbfinalisten TTC Zugbrücke Grenzau und 1. FC Saarbrücken TT und das Hessen-Derby zwischen dem früheren ETTU-Cup-Finalisten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und TG 1837 Hanau sorgen am ersten Spieltag (3. und 4. September) für Spannung und können bereits erste Fingerzeige für die neuen Kräfteverhältnisse in der deutschen Eliteklasse geben.
Zusammen mit der Begegnung in Fulda bildet das Match von Triple-Gewinner Borussia Düsseldorf gegen den ehemaligen DTTB-Pokalsieger SV Plüderhausen den attraktiven Auftakt der Olympia-Spielzeit. Vizemeister TTF Liebherr Ochsenhausen tritt beim TTC Ruhrstadt Herne an, während der Aufsteiger TTC matec Frickenhausen gleichzeitig beim SV Werder Bremen sein Comeback im Oberhaus feiert.
Die Punktrunde in der Olympia-Saison der Bundesliga endet mit dem 18. Spieltag am 22. April. Die erste Saisonhälfte schließt der neunte Spieltag am 11. Dezember ab, die Rückrunde beginnt mit dem zehnten Durchgang vom 13. Dezember bis 8. Januar. Die Play-off-Halbfinals finden vom 27. bis 29. April (Hinspiele) sowie vom 11. bis 13. Mai (Rückspiele) statt. Der neue Titelträger wird nur noch in einem Finale an einem neutralen Ort am Wochenende vom 25. bis 27. Mai statt bislang in Hin- und Rückspiel gekürt.