Hatte man schon geglaubt, dass bei der Liebherr WM 2013 in Paris-Bercy alles wie erwartet eintreten würde, gab es am Sonntagnachmittag im Palais Omnisports eine Riesenüberraschung. Nach 22 Jahren gewann erstmals keine Paarung aus der Volksrepublik China das Herren-Doppel, sondern ein Duo aus Taiwan.
Und dem gehörte Werder Bremens Topspieler Chuang Chih-Yuan an. An der Seite von Chen Chien-An besiegte Chuang im Finale die favorisierten Hao Shuai/Ma Lin in sechs Sätzen (9:11, 12:10, 11:6, 13:11, 9:11, 11:8). Es war der erste WM-Titel für Taiwan überhaupt in der 87-jährigen WM-Geschichte.
]]>
Der ganz große Wurf ist auch Patrick Baum in Paris-Bercy versagt geblieben, auch wenn er insgesamt ein tolles Turnier gespielt hat.
Zwar agierte der Rheinhesse drei Sätze lang auf Augenhöhe mit dem Weltranglistenvierten Zhang Jike. Doch der dritte Durchgang, den er nach 10:6-Führung noch hergeben musste, brach dem Ovtcharov-Bezwinger das Genick, der anschließend nicht mehr in sein Spiel fand (11:9, 6:11, 10:12, 2:11, 3:11). Damit befindet sich kein Europäer mehr im Wettbewerb.
Und auch kein Nicht-Chinese, da Senkrechtstarter Kenta Matsudaira gegen Xu Xin zwar furios begann und mit 2:1 führte, dann jedoch hauchdünn Satz vier abgab und nicht mehr in die Erfolgsspur zurückfand (8:11, 11:9, 11:6, 12:14, 5:11, 8:11).
]]>Endstation Viertelfinale. Bei den 58. Tischtennis-Weltmeisterschaften im Palais Omnisports in Paris-Bercy ist Deutschlands Haupt-Hoffnungsträger Timo Boll heute Mittag im Viertelfinale ausgeschieden. Damit wurde es nichts mit der zweiten Einzelmedaille bei einer WM für den prominenten Odenwälder nach Rotterdam 2011.
In einem sehenswerten Match unterlag der Weltranglistenfünfte der aktuellen Nummer zwei des ITTF-Rankings, dem Chinesen Ma Long, in sechs Sätzen (4:11, 9:11, 11:9, 8:11, 11:8, 9:11).
Ein Eisen hat der DTTB noch im Feuer – doch es dürfte mindestens ebenso schwer werden. Um 14:00 Uhr geht Patrick Baum (WRL 29) als allerletzter noch im Wettbewerb verbliebener Europäer an den Tisch gegen die Nummer vier der Weltrangliste Zhang Jike.
]]>Bei der WM in Paris haben zwei deutsche Spieler das Viertelfinale erreicht. Zunächst machte ein hochkonzentrierter Timo Boll mit seinem Ex-Teamkollegen Seiya Kishikawa kurzen Prozess (11:6, 11:7, 11:4, 11:3) – das hatten die meisten Tischtennisfans wesentlich enger erwartet.
Und dann ganz großes Kino im DTTB-Duell zwischen Patrick Baum und Dimitrij Ovtcharov – und zwar in erster Linie seitens des Außenseiters! Den Rheinhessen in Diensten der Düsseldorfer Borussia hat man selten so fokussiert und nervenstark erlebt wie in diesem packenden Match. Von den engen ersten vier Sätzen gewann Baum deren drei, um dann im fünften Durchgang einen konsternierten Ovtcharov in Grund und Boden zu spielen (11:9, 9:11, 12:10, 11:9, 11:2). Der Viertelfinaleinzug Baums muss nach dieser Darbietung als hochverdient bezeichnet werden.
In den anderen Achtelfinal-Matches hatten ausschließlich Asiaten das Sagen: Xu Xin ließ Marcos Freitas keine Chance (4:0), Kenta Matsudaira zeigte keinen Respekt vor Ikone Vladimir Samsonov (4:3) und Zhang Jike musste sich gegen einen starke Robert Gardos zwar konzentrieren, dominierte über weite Strecken aber doch (4:1). Der Chinese Yan An hatte Werder-Ass Chuang Chih-Yuan überraschend klar im Griff (4:0), Wang Hao ließ gegen Gao Ning nichts anbrennen (4:1) und Ma Long hielt einen sich mutig wehrenden Koki Niwa in Schach (4:2).
]]>Bei der WM 2013 in Paris-Bercy haben – nicht unerwartet – alle drei im Wettbewerb verbliebenen Deutschen am Freitag die Runde der letzten 32 erfolgreich überstanden.
Patrick Baum setzte sich in sechs Durchgängen gegen den französischen „Lokalmatador“ Emmanuel Lebesson (Weltranglistenplatz 70) durch (11:13, 11:9, 11:7, 13:11, 7:11, 11:6). Sechs Sätze benötigte auch Dimitrij Ovtcharov, bis – nach einigen Startschwierigkeiten – sein Sieg gegen die Nummer 31 der Welt, Tang Peng aus Hongkong, feststand (9:11, 11:7, 10:12, 11:3, 11:4, 11:3). Der Dritte im Bunde, Timo Boll, wollte da nicht nachstehen und überließ seinem schwedischen Gegner Jens Lundquist (WRL 66) ebenfalls zwei Sätze (11:6, 9:11, 11:6, 9:11, 11:4, 11:8).
]]>Bei den 58. Tischtennis-Weltmeisterschaften im Palais Omnisports in Paris-Bercy, die am Montag zu Ende gehen, waren auch zwei Bundesligaprofis des TTC Zugbrücke Grenzau am Start.
Der kroatische TTC-Spitzenspieler Andrej Gacina, auf der Mai-Weltrangliste an Position 41 notiert, schied im Doppel an der Seite seines Landsmanns Tomislav Kolarek in der Runde der letzten 32 gegen die starken Japaner Kenta Matsudaira/Koki Niwa aus.
Im Einzel kam Gacina ein gutes Stück weiter. In der 1. Hauptrunde besiegte er den Taiwanesen Lee Chia-Sheng mit 4:1, in der nachfolgenden Runde behielt er ohne Satzverlust die Oberhand über den Österreicher Daniel Habesohn.
Doch in der 3. Hauptrunde fand der Grenzauer seinen Meister in der weißrussischen Tischtennis-Ikone Vladimir Samsonov (Weltranglistenposition 11). Beim 1:4 (7:11, 11:6, 11:13, 3:11, 9:11) war der in der Verlängerung verlorene dritte Satz der Knackpunkt im Match zu Ungunsten Gacinas.
]]>
Der Kader des aktuellen Meisterschaftsfinalisten TTF Liebherr Ochsenhausen für die Saison 2013/14 ist komplett. Simon Gauzy wurde verpflichtet und erhielt einen Zweijahres-Vertrag. Gauzy wird zusammen mit Ryu Seung Min, Kirill Skachkov und Liam Pitchford das neue TTF-Team bilden.
Am Rande der Tischtennis-WM präsentierte der Verein am Freitagmittag den Journalisten und Fans am Liebherr-Stand im Pariser Palais Omnisports den Neuzugang.
Der 18-Jährige Rechtshänder, frischgebackener französischer Einzelmeister 2013, gehört zu den großen Zukunftshoffnungen seines Landes im Tischtennissport. In der Mai-Weltrangliste der ITTF ist er an Position 110 notiert.
]]>Kein deutsches „Fräulein-Wunder“ bei der WM 2013 in Paris-Bercy. Wu Jiaduo, Zhenqi Barthel und Kristin Silbereisen sind alle in der dritten Runde am Donnerstag ausgeschieden. Die deutsche Nummer eins unterlag der Chinesin Wu Yang ohne Satzgewinn (-3,-5,-4,-7), ebenso wie Barthel der hoch favorisierten Weltranglistenzweiten Liu Shiwen (-3,-8,-8,-3). Etwas mehr hatte sich Silbereisen ausgerechnet, doch auch die künftige Berlinerin gewann nicht einen einzigen Satz bei ihrer Niederlage gegen Jiang Huajun aus Hongkong (-9,-8,-10,-7).
Im Achtelfinale stehen mit Tetyana Bilenko (Ukraine), Hu Melek (Türkei) und Shen Yanfei (Spanien) gerade noch drei Europäerinnen – drei von sechzehn Spielerinnen, davon eine einzige nicht in China geboren, was mehr als bezeichnend ist. Da Hu und Shen morgen aufeinandertreffen, ist wenigstens sichergestellt, dass eine Vertreterin Europas unter den letzten Acht steht.
Drei Deutsche stehen unter den besten 32 der Herren-Konkurrenz, darunter die beiden Top-Athleten Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov. Auch Patrick Baum gelang dies, während für Bastian Steger Endstation in der 2. Hauptrunde war, ebenso wie für Patrick Franziska.
]]>Der DTTB-Tross konnte den gestrigen zweiten WM-Tag in Paris-Bercy recht entspannt Revue passieren lassen. Nur zwei deutsche Starter hatten die erste Hauptrunde in den Einzelwettbewerben nicht überstanden. In einem Fall war dies völlig erwartet eingetreten: Qualifikant Steffen Mengel hatte – trotz phasenweise ansprechenden Spiels – gegen den an Position eins gesetzten Xu Xin nichts ausrichten können (5:11, 8:11, 2:11, 8:11). Die 19-jährige Petrissa Solja indes war überraschend gegen die Ägypterin Dina Meshref (WRL 132) nach sieben Sätzen ausgeschieden (11:4, 11:8, 9:11, 6:11, 11:5, 3:11, 9:11). Das ist schade, jedoch einer so jungen Spielerin nachzusehen.
Mehr Substanz lassen mussten freilich die hoch gehandelten Japaner. Da erwischte es nämlich gleich zum Auftakt Olympia-Silbermedaillengewinnerin Ai Fukuhara. Die aktuelle Nummer zwölf der Welt, im Dezember noch auf Rang sechs geführt, unterlag nämlich in der 1. Runde der koreanischen Qualifikantin Park Seonghye (WRL 166) mit 2:4 (11:4, 6:11, 9:11, 11:3, 8:11, 6:11). Fukuhara: “Ich habe das Spiel meiner Gegnerin nicht gut lesen können. Ich hatte noch nie gegen sie gespielt und muss eingestehen, dass meine Vorbereitung wohl nicht gut genug war.“
]]>Der Kanadier Adham Sharara wurde am Mittwoch am Rande der Tischtennis-WM in Paris erneut zum Vorsitzendenden des Weltverbandes ITTF gewählt.
Auf seinen Gegenkandidaten, ETTU-Präsident Stefano Bosi (Italien), der im Vorfeld schwere Vorwürfe gegen Sharara erhoben hatte, entfielen auf den "Annual General Meeting“ im Pariser Marriott-Hotel nur 53 Stimmen, während 149 Delegierte dem bisherigen Amtsinhaber das Vertrauen aussprachen, der den 14 Jahren, die er bereits an der Spitze der ITTF steht, nunmehr vier weitere hinzufügen kann.
Sharara gab nach seiner Wiederwahl zu Protokoll: „Ich bin sehr erfreut, dass die Delegierten die Bedeutung meiner Arbeit und unserer Zukunftspläne verstanden haben. Die überwältigende Unterstützung für mein Team und mich gibt uns zusätzliche Motivation, alles zu versuchen, dass Tischtennis weiterhin weltweit zu den TOP 5 des Sports gehört.“
]]>
Kürzlich haben wir über einige interessante Tischtennis-Camps am Ochsenhausener Liebherr Masters College (LMC) berichtet. Als neuer LMC-Schüler stellte sich dort vor zehn Tagen Leonard Süß vor. Der in Jena geborene Nachwuchsspieler steht mit seinen 15 Jahren noch am Anfang einer möglicherweise großen Tischtennis-Karriere.
Der intelligente, für sein Alter bereits sehr reif wirkende Junge, blickt über den Tellerrand hinaus. Man hat den Eindruck, dass er genau weiß, was er will, und sehr konsequent sein Ziel verfolgt, nämlich ein richtig guter, erfolgreicher Tischtennisspieler zu werden.
Ganz neu im „Geschäft“ ist der talentierte Linkshänder, der bereits sechs Lehrgänge in Ochsenhausen absolviert hatte, bevor es zur Aufnahme ins College kam, nicht. So spielte Süß in der Saison 2012/13 in der ersten Mannschaft des SV Schott Jena, der Meister in der Herren-Regionalliga Südwest wurde, jedoch auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga verzichtete. Der im mittleren Paarkreuz aufgestellte Youngster erspielte bereits eine ausgeglichene Bilanz (16:16).
Nun wechselt der LMC-Neuzugang zum TTC Bietigheim-Bissingen, dem Vizemeister der Regionalliga Süd, wo auch sein College-Kollege Dennis Klein aufschlägt. Es käme gar nicht so überraschend, wenn wir die beiden schon 2014/15 gemeinsam in der 2. Bundesliga sehen würden.
]]>Bei den 58. Tischtennis-Weltmeisterschaften im Palais Omnisports in Paris-Bercy ist die Qualifikation abgeschlossen, die bei den Herren in insgesamt 133 Gruppen gespielt wurde. Der einzige DTTB-Spieler, der sich hier beweisen musste, war Deutschlands amtierender Einzelmeister Steffen Mengel.
Der lange Siegerländer in Diensten Frickenhausens, der am Montag souverän seine Gruppe gewann, gab sich auch in der heutigen K.O.-Runde keine Blöße. Mengel zog durch ein 4:0 (11:6, 11:8, 11:9, 11:4) gegen Südamerika-Meister Felipe Olivares (Chile), der in der 2. Bundesliga für den FSV Mainz 05 aufschlägt, ohne größere Probleme ins Hauptfeld ein.
Doch dann ein mittlerer Schock: Die Glücksgöttin meinte es bei der Auslosung nicht gut mit dem Ex-Hanauer. Sein Gegner in der 1. Hauptrunde am Mittwoch ist kein Geringerer als Xu Xin. Mengel zeigte sich alles andere als begeistert: „Da bereitet man sich so lange vor, und dann kommt man ausgerechnet im ersten Einzel in der Hauptrunde gegen den an Nummer eins Gesetzten!“
]]>Die 58. Tischtennis-Weltmeisterschaften in Frankreich - offizieller Titel: LIEBHERR 2013 World Table Tennis Championships - haben am Montag begonnen. Schauplatz ist das 12.000 Zuschauer fassende Palais Omnisports in Paris-Bercy.
Insgesamt 801 Teilnehmer - 449 Herren und 352 Damen - aus 127 Ländern übertreffen den Stand der letzten Einzel-WM 2011 in Rotterdam, wo 678 Spieler aus 114 Ländern am Start waren, deutlich.
Man muss natürlich auch feststellen, dass – wie bei Weltmeisterschaften üblich – neben den Topstars und Spitzenkönnern auch zahlreiche Aktive am Start sind, deren Niveau nicht annähernd dem entspricht, was wir hierzulande mit Spitzentischtennis assoziieren. Die Aktiven aus Tadschikistan, Uganda, Madagaskar, Turkmenistan, Nepal, Guernsey oder Antigua und Barbuda hätten zum Teil ihre Probleme, erfolgreich in der Verbandsliga abzuschneiden. Aber die „Exoten“ prägen irgendwo auch das Flair einer WM mit. Würden sie fehlen, ginge auch dem Turnier eine gewisse Note verloren.
]]>Wenige Tage vor Beginn der Tischtennis-Weltmeisterschaften in Paris-Bercy glich die Werner Schlager Academy phasenweise einem Tollhaus. Der Grund?
Die gesamte Chinesische Tischtennis Nationalmannschaft, eine 38 Personen umfassende Delegation, bereitete sich in Schwechat auf die Individual-WM in Paris-Bercy (13.-20. Mai) vor.
Bis zum 10. Mai feilten Weltstars wie Zhang Jike, Ma Long, Xu Xin, Wang Hao, Wang Liqin, Ding Ding, Li Xiaoxia, Liu Shiwen, Guo Yue und ihre Kolleginnen und Kollegen unter Anleitung der Cheftrainer Liu Guoliang und Kong Linghui, die beide selbst als Spieler Weltmeister, Olympiasieger und Weltranglistenerste waren, in der Werner Schlager Academy an ihrer Form für die WM.
]]>Die Weltmeisterschaften in Paris, die am Montag beginnen, sind natürlich das beherrschende Thema der kommenden acht Tage – und auch TT-NEWS wird immer wieder darüber berichten.
Doch im Hintergrund wirft das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft am 2. Juni seine Schatten. Nur noch gut drei Wochen sind es bis zum großen Showdown in der Frankfurter Fraport Arena. Und so reizvoll eine WM auch sein mag, das Finale um den nationalen Titel zwischen TTF Liebherr Ochsenhausen und dem SV Werder Bremen ist schon jetzt fest in den Köpfen verankert und wird in Paris nur für einige Tage ein wenig in den Hintergrund treten.
]]>
Zuletzt haben wir über mehrere Tischtennis-Lehrgänge am Ochsenhausener Liebherr Masters College (LMC) berichtet. Interessant ist auch, welche Eindrücke die Nachwuchs-Asse selbst in Ochsenhausen und im dortigen Trainingsbetrieb sammeln.
Uns liegt ein Interview mit einem jungen Mann aus Russland vor, den im LMC alle sofort ins Herz geschlossen hatten. Der hoch talentierte „Dreikäsehoch“ aus Moskau ist nämlich ganze zehn Jahre alt und ein pfiffiges, sympathisches Kerlchen.
Boris Pavlotskiy, der eine gute Woche in Ochsenhausen weilte, ist ein sehr intelligenter, offener Junge mit erkennbarem Sprachtalent. Der Winzling, der eines Tages ein ganz Großer seines Fachs werden könnte, spricht fließend Englisch - in Russland nicht unbedingt üblich - und auch bereits ein bisschen Deutsch.
Nachfolgend das Interview mit dem Jungen, das ein Mitarbeiter des Liebherr Masters College vor einigen Tagen mit dem kleinen Boris geführt hat.
]]>Für die Tischtennis Senioren-Europameisterschaften 2013 in Bremen (27. Mai - 1. Juni) werden kurzfristig noch einige Volunteers gesucht. Auf diesem Weg kann jeder Tischtennis-Fan seinen Teil dazu beitragen, dass es ein erfolgreiches Event und ein Tischtennis-Fest für alle Beteiligten wird. Hierfür ist lediglich eine Bewerbung bei der Tischtennis Marketing GmbH (TMG) notwendig und schon erhält man einen Blick hinter die Kulissen.
Für die Senioren-Europameisterschaften werden insgesamt etwa 130 Volunteers benötigt, wobei es vor allem im Bereich Table Manager noch einen Bedarf an Helfern gibt. Aber auch in anderen Bereichen wie etwa Catering, Copyservice und Logistik werden noch helfende Hände benötigt. Jeder Volunteer erhält ein kleines Taschengeld sowie eine offizielle Einkleidung.
Ein Kreis schließt sich: Zum hessischen Aufsteiger in die 2. Bundesliga Nord, dem TTC Ober-Erlenbach, der mit drei hessischen Nachwuchs-Assen das Abenteuer 2. Liga angeht, stößt nun noch ein Erstliga-erfahrener Hesse, sozusagen als Leitwolf für die jungen Wilden.
Tischtennis Weltenbummler Thomas Keinath, zuletzt 2010/11 für die TG Hanau im deutschen Oberhaus, danach in diversen Ländern aktiv, kommt zu den Bad Homburger Vorstädtern. In der Bundesliga spielte der „Tischtennis-Tausendsassa“ auch schon für Gönnern, Fulda-Maberzell, Würzburg, Jülich und Plüderhausen.
Der 35-Jährige Rechtshänder wird in der aktuellen Weltrangliste auf Position 115 geführt. Seine beste Platzierung war Rang 51 im April 2012. International spielt er seit Jahren für die Slowakei. Zu seinen größten Erfolgen zählen unter anderem der dritte Platz mit dem deutschen Nationalteam bei den Weltmeisterschaften 1997 in England sowie die Bronzemedaille im Doppel zusammen mit Lars Hielscher bei den Europameisterschaften 2000 in Bremen.
]]>Der TTC Hagen, dessen Bewerbung für die TTBL vermutlich positiv beschieden wird, hat den zweiten Spieler für die Saison 2013/14 unter Vertrag genommen und sicher keine schlechte Wahl getroffen.
Vom TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell kommt der 20-jährige dänische Linkshänder Jonathan Groth zu den Westfalen, der schon seit einiger Zeit mit Hagen in Verbindung gebracht worden war. Der zweimalige dänische Meister, Jugendeuropameister im Doppel 2010, gilt als eines der größten Talente Europas und wurde unter anderem zwei Jahre im Ochsenhausener Liebherr Masters College gefördert.
In Fulda kam Groth nur selten zum Einsatz und erspielte über die gesamte Saison eine 2:5-Bilanz. In der Rückrunde spielte der 1,80 Meter große Nationalspieler seines Landes ausgeglichen (2:2). Er besiegte keinen Geringeren als Koki Niwa, und auch über Bremens Paul Drinkhall behielt er – weniger überraschend – die Oberhand. Und den Weltranglistenfünften Timo Boll zwang Groth im Linkshänder-Duell immerhin in den Entscheidungssatz.
]]>
Das Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2012/13 soll eine ganz besondere Veranstaltung werden. Wenn sich in einem knappen Monat, am 2. Juni, in der Frankfurter Fraport-Arena der dreimalige nationale Champion TTF Liebherr Ochsenhausen und Newcomer SV Werder Bremen gegenüberstehen, soll wesentlich mehr los sein als beim letztjährigen Endspiel in Bamberg, als sich keine 1.500 Menschen in der Stechert-Arena verloren. Am Montag fand in der Frankfurter Commerzbank-Arena, dem Domizil des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, die Auftakt-Pressekonferenz in Hinblick auf den Tischtennis-Knüller statt. Mit dabei war Tischtennis- und Fußballprominenz. So warb nicht nur Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf, ein waschechter Hesse, für das Finale in Frankfurt, sondern auch Eintracht-Torhüter-Ikone Oka Nikolov, dessen Faible für den Tischtennissport bekannt ist, und der früher auch schon als Zuschauer bei Bundesligaspielen des Ex-Roßkopf-Klubs TG Hanau gesichtet wurde.
]]>Um 15:37 Uhr durften Spieler, Management und rund 800 Fans der TTF Liebherr Ochsenhausen ausgelassen jubeln.
Die Oberschwaben waren in diesem Augenblick mit 1:0 im Rückspiel gegen Vorjahresvizemeister 1. FC Saarbrücken TT in Führung gegangen. Ryu Seung Min hatte Bojan Tokic in vier umkämpften Sätzen besiegt. Somit war nach dem 3:0-Hinspielerfolg der Oberschwaben an der Saar bereits alles in trockenen Tüchern. Dass die Partie am Ende mit 3:1 an die Saarländer ging, war nur noch eine Randnotiz.
Im Finale am 2. Juni in Frankfurt am Main treffen die Ochsenhausener auf Düsseldorf-Bezwinger SV Werder Bremen.
]]>Der erste Finalist um die Deutsche Meisterschaft 2012/13 steht seit 14:39 Uhr fest. Es ist – wie erwartet – der SV Werder Bremen. Die Hypothek des 0:3 aus dem Hinspiel war aus Sicht des Rekordmeisters Borussia Düsseldorf zu groß. Zwar konnte der Titelverteidiger zunächst mit 2:0 in Führung gehen – Patrick Baum schlug Constantin Cioti klar, Timo Boll seinen Angstgegner Adrian Crisan knapp. Doch dann machte Chuang Chih-Yuan genau das, worauf alle Grün-Weißen gesetzt hatten. Er „zerlegte“ den jungen, maßlos vom Gegner und der Situation überforderten Ricardo Walther förmlich und ließ die Norddeutschen, die mit 100 Fans angereist waren, den größten bisherigen Erfolg der Vereinsgeschichte bejubeln. Der Rest hatte nur noch statistischen Wert.
Der Endspielgegner wurde in Biberach im Duell zwischen Ochsenhausen und Saarbrücken ermittelt. Der SV Werder trifft in Frankfurt auf die Oberschwaben, die zuletzt 2004 Deutscher Meister waren.
]]>Es war eine spannende Saison in der Nordgruppe des „Unterhauses“ – und es ging noch ein gutes Stück enger zu als im Süden, wo ja der Meister lange vor dem letzten Spieltag feststand und die Abstiegskandidaten frühzeitig den Anschluss ans Mittelfeld verloren hatten. Vom Ersten bis zum Sechsten der Tabelle war die Nord-Liga in der letzten Spielzeit mit Vierer-Mannschaften extrem ausgeglichen. Mehrfach purzelten die Teams wild durcheinander, um am Ende doch weitgehend in der nach der Vorrunde erwarteten Reihenfolge – Ausnahme: Jülich – über die Ziellinie zu kommen.
Ganz oben brillierte der SV Union Velbert, der eine tolle Saison mit der Meisterschaft krönte und am Ende das Feld mit 28:8 Punkten anführte. Der Pokalhalbfinalist von Stuttgart bot nicht nur die konstantesten Leistungen in der Gruppe, sondern hatte mit den beiden Rumänen Ovidiu Ionescu (30:6), der künftig für Hagen in der TTBL aufschlagen wird, und Adrian Dodean (26:10) das mit Abstand beste vordere Paarkreuz der Liga zu bieten. Die Doppelbilanz der beiden war sogar absolut makellos: 23:0.
]]>
Mit der Verpflichtung des tschechischen Nationalspielers Lubomir Jancarik sind die Personalplanungen des TTC Zugbrücke Grenzau für die kommende Saison abgeschlossen.
Mit Andrej Gacina, Spielertrainer Tomas Pavelka sowie den beiden Neuzugängen Masaki Yoshida und Lubomir Jancarik hat der Traditionsklub aus dem rheinischen Westerwald einen vielversprechenden, steigerungsfähigen Kader zusammengestellt. Zoltan Fejer-Konnerth und der nach Fulda gewechselte Ruwen Filus gehören diesem nicht mehr an.
Jancarik, geboren am 17.08.1987, darf mit seinen 25 Jahren noch als steigerungsfähiger Spieler angesehen werden, besitzt aber bereits Champions-League-Erfahrung und gehört zum engsten Kreis des tschechischen Nationalkaders. Der hochgewachsene Rechtshänder, in der Mai-Weltrangliste der ITTF auf Position 142 notiert, nahm für sein Land auch an den Olympischen Spielen 2012 in London teil.
]]>Mancherorts ist Jugendstil Trumpf, so etwa beim ambitionierten TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Doch beim dreimaligen ETTU-Cup-Sieger SV Plüderhausen gehen die Uhren anders. Im Remstal setzt man künftig ganz auf den Faktor Routine. Der Erstligist vermeldet auf seiner Webseite, dass der Niederländer Trinko Keen das Team in der kommenden Saison verstärken wird. Der 41-Jährige Linkshänder kehrt damit an seine alte Wirkungsstätte zurück. Er stand zwischen 2004 und 2011 schon dreimal beim SVP unter Vertrag.
Letzte Saison spielte der 1,91 Meter große Keen für den Zweitligisten TTC indeland Jülich und kam als „Mann für besondere Gelegenheiten“ eher sporadisch zum Einsatz (Bilanz im vorderen Paarkreuz: 8:8). Sollte er wieder regelmäßig und gezielt trainieren, ist ihm in der TTBL, die diesmal nicht ganz die Qualität der Vorsaison erreichen dürfte, durchaus der eine oder andere Erfolg zuzutrauen.
Zudem gilt Keen als Teamplayer, der einer Mannschaft vom Naturell her gut tut. Steht er am Tisch, ist er immer motiviert und kämpft bis zum Umfallen, was ihn auch bei den Fans beliebt macht.
]]>
Die Mai-Weltrangliste der ITTF ist veröffentlicht, zugleich ist sie die Setzungsliste für die WM in Paris (13.-20. Mai).
In den meisten Fällen sind nur geringfügige Verschiebungen zu konstatieren. Allerdings gibt es bei den Herren eine neue Nummer eins: Xu Xin tauschte die Plätze mit Ma Long und ist wieder auf der Spitzenposition. Ebenfalls getauscht haben Wang Hao – nunmehr Dritter des Klassements – und Weltmeister Zhang Jike.
Die beiden deutschen Topspieler Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov sind unverändert an den Positionen fünf und sieben notiert. Sie sind die beiden besten Nicht-Asiaten unter den Top Acht. Nach der Setzung dürfte es im Viertelfinale von Paris zu deutsch-chinesischen Duellen kommen.
Zwei weitere WM-Starter im DTTB-Dress sind unter den besten 32 platziert, nämlich Bastian Steger (25.) und Patrick Baum (29.). Auch Youngster Patrick Franziska kommt als Nummer 61 der Welt um die Qualifikation herum. Einzig Steffen Mengel muss als Nummer 163 durch diese Mühle gehen.
]]>Am Sonntag um 15:00 Uhr fällt der Startschuss zum Halbfinalrückspiel der Ochsenhausener gegen Vorjahresvizemeister 1. FC Saarbrücken TT (BSZ-Sporthalle, Biberach/Riss). Viele meinen, nach dem 3:0-Sieg der Oberschwaben im Hinspiel sei das Finale von Ryu & Co. bereits fest gebucht. In Ochsenhausen will man davon nichts hören.
Da die Partie in Düsseldorf zwei Stunden früher beginnt, wissen wir zu Beginn des TTF-Heimspiels womöglich bereits, ob Werder Bremen den sprichwörtlichen Sack tatsächlich zumachen konnte. Oder ob es der Borussia doch noch gelingt, das 0:3 aus dem Hinspiel wettzumachen und Chuang & Co. mit hängenden Köpfen nach Hause zu schicken. Im Moment scheint fast alles für die Bremer zu sprechen.
]]>Der Bietigheimer Hartmut Freund hat am Samstag bei den allgemeinen Deutschen Tischtennis-Meisterschaften im Behindertensport in Neuenstein überraschend die Bronze-Medaille errungen.
Freund, der Deutscher Meister in der Wettkampfklasse 11 (geistige Behinderung) ist, maß sich als einziger geistig behinderter Teilnehmer mit den besten körperbehinderten Tischtennis-Sportlern in Deutschland und schaffte in der WK Allgemeine Behinderung (AB) den Einzug ins Halbfinale. Dort unterlag er dem späteren Finalsieger Aloys Heinrich aus dem Saarland in 1:3 Sätzen.
Freund gewann damit bei seiner vierten Teilnahme an diesen Titelkämpfen erstmals eine Medaille. Es war zugleich das erste Mal überhaupt, dass ein geistig behinderter Sportler bei den Deutschen Meisterschaften in der WK AB eine Medaille holen konnte. In dieser Wettkampfklasse sind alle Sportler teilnahmeberechtigt, die einen Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 20 Prozent und keine Extremitäten-Behinderung haben.
]]>Die kontinentalen Klubwettbewerbe der ETTU in der Saison 2012/13 sind beendet, sämtliche Sieger stehen seit Freitag fest. Die Favoriten konnten sich im Großen und Ganzen durchsetzen, wenngleich mit der Düsseldorfer Borussia und dem ttc berlin eastside zwei hoch gehandelte Mitfavoriten aus Deutschland die Champions-League-Finals verfehlten.
Beide Herren-Titel – in ECL und ETTU-Cup – gingen nach Russland, während bei den Damen Österreich in der Königsklasse und die Türkei im ETTU-Cup erfolgreich war.
Fakel Gazproma Orenburg setzte sich erneut in der Herren-ECL durch, doch die Titelverteidigung fiel schwerer als erwartet. Um ein Haar wäre man auf der Zielgeraden noch an Chartres gescheitert.
]]>Die Grenzauer Nachwuchs-Asse, Tabellenletzter der 2. Bundesliga Süd, hatte sich viel vorgenommen. Doch am Ende standen sie mit leeren Händen da. Am Samstag unterlag man dem Dritten der Regionalliga Süd SV Ottenau im Entscheidungsspiel um die Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga 2013/14 mit 5:9 und ist kommende Saison drittklassig.
140 Zuschauer im südhessischen Münster, davon gut die Hälfte aus Ottenau angereist, sahen das Aufeinandertreffen zweier eigentlich gleichwertiger Mannschaften. Doch es gab einen entscheidenden Unterschied: Die Badener aus dem Landkreis Rastatt spielten mit ihrer erfahrenen Truppe ihr Potenzial clever aus und nutzten ihre Chancen, während die Youngster des TTC Grenzau II überwiegend nervös und fahrig am Tisch standen und keine souveräne Körpersprache offenbarten. Die Situation schien einige Talente aus dem Lager der Westerwälder mental zu überfordern.
Die Ottenauer, deren vorderes Paarkreuz mit den beiden Ex-Profis Dmitrij Mazunov und Fu Yong hochkarätig besetzt ist – Mazunov gewann 1991 mit seinem Bruder Andrej WM-Bronze im Herren-Doppel und mit TTF Liebherr Ochsenhausen insgesamt sechs Titel, Fu gehörte zu „Urzeiten“ gar dem chinesischen Nationalkader an – waren nervlich stabiler, agierten hoch konzentriert und fokussiert, ihre Leistung als Team war homogener.
]]>