LIEBHERR TT-WM 2012: Nachbetrachtung, nicht nur sportlich

Dirk Schimmelpfennig

So ernst müsste DTTB Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig gar nicht schauen. Die LIEBHERR Team WM 2012 in Dortmund kann in jeglicher Hinsicht als Erfolg verbucht werden.

Die Herren wurden in überzeugender Manier ihrer Setzungsposition gerecht, den Damen fehlte nur ein Ball zum erneuten Medaillengewinn - und das immerhin gegen den zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Weltmeister Singapur.

Doch nicht nur sportlich sind Silber bei den Herren und Platz sieben bei den Damen Ausdruck für eine erfolgreiche WM. Der DTTB hat ein Mal mehr bewiesen, dass wir Deutschen vor allem eines können: Organisieren. Diese WM war die bisher größte Hallensportveranstaltung der Welt.

Mit knapp 4.000 Akkreditieren und mehr als den erhofften 55.000 Zuschauern war da einiges zu leisten im Hintergrund.

Und wie gewohnt, funktionierte das auch nahezu reibungslos. Verantwortlich dafür natürlich die Vorarbeit der Tischtennis Marketing GmbH. Nicht zu vergessen oder zu unterschlagen sind hier aber die über 300 Volunteers, ohne deren Einsatz die Realisierung einer solchen Veranstaltung nie möglich (gewesen) wäre. Egal, welches Problem man gerade hat, irgend ein Volunteer ist da und hilft gerne. Angefangen vom Fahrdienst, der an Flughafen oder Bahnhof rechtzeitig zur Stelle sein muss, um alle Teilnehmer rechtzeitig zu ihrem Hotel oder zur Halle zu bringen, über die helfenden Hände, die die in der Halle aufgestellten Wasserspender stets aufs Neue bestücken oder am Information Desk den Nationen die Ergebnisausdrucke und die neuen Spielzeiten bereit halten bis hin zum Courtservice, der u.a. für den schnellen Umbau verantwortlich ist, stehen da Helfer, von denen viele den Großteil ihres Jahresurlaubes für das Gelingen einer WM, EM, German Open oder auch Deutschen Meisterschaften nutzen. Ihnen gebürt ein riesiges Lob und ein herzliches Dankeschön.

Ihnen allen wird aber wahrscheinlich auch etwas Angst bei den Aussagen einiger Teilnehmer: Am besten wäre es, wenn jede Veranstaltung in Deutschland stattfinden würde. Das wäre für den ein oder anderen wahrscheinlich ein Traum. Von Spielern wie ausländischen Schiedsrichtern kann man derartige Aussagen immer wieder hören. 
Für diejenigen, die immer mitarbeiten, wäre dies wohl eher ein Alptraum. Umso mehr spricht es aber für den DTTB, dass die Volunteers jahrelang zur Stange halten und mittlerweile ein sehr großes Erfahrungspotential einbringen können, ohne das eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen wäre. Bleibt zu hoffen, dass man sich in Frankfurt dessen bewußt ist und diesen Helfern den ihnen gebührenden Respekt entgegenbringt.