FINAL FOUR DAMEN: eastside zum vierten Mal in Serie Cupsieger

Der ttc berlin eastside, letzte Saison Triple-Sieger, hat zum vierten Mal hintereinander die Deutsche Pokalmeisterschaft der Damen gewonnen. Im Halbfinale wurde Kolbermoor deutlich mit 3:0 in die Schranken gewiesen, im Endspiel zog Bingen mit 1:3 den Kürzeren.

Gegen alles andere als schwache Konkurrentinnen wusste der Hauptstadtklub durch zwei spielerisch und kämpferisch überzeugende Auftritte zu gefallen - und was vor allem imponierte, war die geschlossene Mannschaftsleistung der Berlinerinnen. 

Überzeugendes 3:0 über Kolbermoor 

Viel war im Vorfeld vom vorweggenommenen Endspiel zwischen eastside und dem Bundesliga-Hauptrivalen SV DJK Kolbermoor gesprochen worden. Und in der Tat hatten sehr viele einen ganz offenen Schlagabtausch zwischen beiden Teams im Halbfinale erwartet. Die Berlinerinnen waren jedoch glänzend vorbereitet und gestatteten dem in der Liga noch verlustpunktfreien Gegner insgesamt lediglich drei gewonnene Sätze.  

Wegbereitend war natürlich der knappe Auftaktsieg von Georgina Pota gegen Kristin Silbereisen. Danach dominierte Petrissa Solja, die sich gut erholt von ihrer vorweihnachtlichen Verletzungspause zurückmeldete, das Spiel gegen ihre Nationalmannschaftskollegin Sabine Winter (3:0). Und die überraschend von Trainerin Irina Palina an Position drei aufgestellte Shan Xiaona machte erwartungsgemäß gegen Sibel Remzi den Sack zu, auch wenn die Weltranglisten-21. einige schwächere Phasen im Match hatte und einen Satz abgab.

eastside-Präsident Alexander Teichmann war zufrieden: "Es hat alles gepasst, unser großer Fanblock mit 40 Leuten hat das Team vorzüglich unterstützt und wir haben einem starken Gegner ein spannendes, hochklassiges und taktisch sehr gutes Match geliefert, das wir letztlich verdient gewonnen haben." Teichmann warnte allerdings auch vor dem Finalgegner TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, der das andere Halbfinale mit 3:1 gegen den TV Busenbach gewonnen hatte: "Das ist ein ganz neues Spiel und wir müssen die Konzentration rasch wieder hochfahren, zumal Bingen mit Ding Yaping, die immer für zwei Punkte gut ist, sehr gefährlich ist. Zudem liegt das Spiel von Matelova Petrissa nicht sonderlich gut.“ 

3:1-Finalsieg: eastside auch von Bingen nicht zu stoppen 

Doch die diesmal als Nummer zwei aufgestellte Shan Xiaona lenkte das Endspiel in ihrem Auftaktmatch gegen Bingens Defensiv-Ikone Ding Yaping gleich in die richtige Richtung aus eastside-Sicht. Shan, die bekanntlich gut gegen Abwehr spielt, zog lediglich im ersten Durchgang knapp den Kürzeren, hatte das Geschehen anschließend jedoch gut im Griff. Es folgte Petrissa Soljas Partie gegen Hana Matelova - und tatsächlich konnte die Weltranglisten-15. sich auch diesmal gegen Bingens Tschechin nicht behaupten und unterlag in fünf Sätzen. 

Georgina Pota blieb gegen Nachwuchs-Ass Wan Yuan jedoch gelassen und gewann mit 3:1, so dass es zum Duell zwischen Solja und Ding kam. Und die 22-jährige Linkshänderin im eastside-Dress zeigte in ihrem zweiten Final-Match eine mehr als überzeugende Leistung und besiegte zum ersten Mal in ihrer Karriere die gefürchtete Defensivspielerin, die einst für Chinas Nationalteam aufschlug. Solja schaffte es sogar, glatt in 3:0 Sätzen zu gewinnen. 

Der Pokalsieg war in trockenen Tüchern und Irina Palina war hochzufrieden: "Ich denke, wir sind verdient wieder Pokalsieger geworden. Gerade gegen Kolbermoor haben wir toll gespielt, das war für uns fast sogar einen Tick einfacher als das Finale gegen Bingen." Sehr zufrieden zeigte sich die eastside-Trainerin und Managerin mit Petrissa Solja: "Dass Petti diesmal gegen Ding gewonnen hat, hat mich gar nicht überrascht. Sie hatte schon die letzten beiden Male gegen sie gut gespielt und war nah dran gewesen." Das Fazit der Trainerin und Managerin: "Wir sind jetzt einfach glücklich und rundum zufrieden!" 

Auch Alexander Teichmann lobte das Team und unterstrich die geschlossene Mannschaftsleistung. "Jetzt haben wir schon mal einen Titel in der Tasche", so Teichmann. "Wenn man das geschafft hat und so gut aus den Startlöchern gekommen ist, fällt alles weitere in dieser Saison sicher etwas leichter." 

Finale: TTG Bingen/Münster-Sarmsheim - ttc berlin eastside 1:3
Yaping Ding - Xiaona Shan 1:3 (10,-7,-8,-3)
Hana Matelova - Petrissa Solja 3:2 (-9,2,-10,10,7)
Yuan Wan - Georgina Pota 1:3 (-10,9,-6,-8)
Yaping Ding - Petrissa Solja 0:3 (-11,-5,-8) 

Halbfinale:  SV DJK Kolbermoor - ttc berlin eastside 0:3
Kristin Silbereisen - Georgina Pota 2:3 (-9, 10, -10,11,-8)
Sabine Winter - Petrissa Solja 0:3 (-8,-9,-8)
Sibel Remzi - Xiaona Shan 1:3 (9,-2,-6,-10) 

Halbfinale: TV Busenbach - TTG Bingen/Münster-Sarmsheim 1:3
Tanja Krämer - Hana Matelova 1:3 (-6,7,-7,-8)
Jessica Göbel - Yaping Ding 0:3 (-3,-10,-8)
Jennie Wolf - Marie Migot 3:1 (7,11,-6,10)
Tanja Krämer - Yaping Ding 0:3 (-12,-9,-5)

 

Fotos (3): Dr. Stephan Roscher