Matthias Landfried über die neuen Tischtennis Plastikbälle

Matthias Landfried

Umstieg auf die neuen Plastikbälle oder weiter auf die gewohnten Zelluloidbälle setzen? Diese Frage beschäftigt in den nächsten Wochen und Monaten nach Saisonende fast alle Vereine.

Im Profibereich zweitrangig, sind im Amateurbereich für die breite Masse an Vereinen vor allem die Ballpreise ein großes Thema. Egal wie man sie nun nennt, Plastikbälle, Polybälle, P-Bälle, 40+ Bälle, eines haben sie gemeinsam, sie sind wesentlich teurer als die Zelluloidbälle. Aber auch bei letzteren wird es größere Preiserhöhungen geben.

Fast noch heißer diskutiert wird, was denn auf die einzelnen Spieler mit der Umstellung von Zelluloid auf Plastik zukommt. Während sich bis jetzt viele mit öffentlichen Aussagen zurück halten, entweder weil noch Erfahrungen fehlen oder um nicht nachher erwischt zu werden, falsch gelegen zu haben, spricht jetzt Bundesligatrainer Matthias Landfried offen darüber, was sich durch die Plastikbälle ändert.

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TTBL: Grenzau scheidet ohne verletzten Gacina im Halbfinale aus

Drei Stunden und 45 Minuten hat der TTC Zugbrücke Grenzau trotz eines großen personellen Handikaps – Spitzenspieler Andrej Gacina verletzte sich eine halbe Stunde vor Spielbeginn und musste passen – alles versucht und besaß durchaus Chancen auf das Finale, doch am Ende standen die Asse aus dem Westerwald mit leeren Händen da und mussten dem Gast aus Fulda-Maberzell den Vortritt lassen.

Nachdem die Osthessen bereits das Hinspiel mit 3:2 zu ihren Gunsten entschieden hatten, zogen sie durch die Wiederholung dieses Resultats ins Endspiel am 24. Mai in Frankfurt ein. Dort treffen sie auf die Düsseldorfer Borussia, die mit einem 3:0 gegen Saarbrücken nach dem 0:3 im Hinspiel nochmals den Kopf aus der Schlinge gezogen hat.

Die Schützlinge von Cheftrainer Anton Stefko waren ein gleichwertiger Gegner, doch der Ausfall Gacinas war das entscheidende Manko. Der Kroate, der immer für mindestens einen Sieg über Wang Xi gut ist und – bei guter Tagesform – auch beide Matches gewinnen kann, fehlte dem Zugbrückenteam doch sehr.

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TTBL: Düsseldorf dreht den Spieß um

Nicht einmal wirklich unerwartet hat Rekordmeister Borussia Düsseldorf den Kopf noch aus der Schlinge gezogen und das Rückspiel gegen den 1. FC Saarbrücken TT im ausverkauften ARAG CenterCourt mit 3:0 und 9:3 Sätzen gewonnen – die erste Partie war an die Saarländer mit 3:0 und 9:4 Sätzen gegangen. Damit steht, zumindest vor dem Hinspiel von allen erwartet, Düsseldorf im Finale am 24. Mai in der Frankfurter Fraport Arena.

Das entscheidende Match des Halbfinal-Nachmittags spielte sich zwischen Patrick Franziska und Tiago Apolonia ab. Der Portugiese im Dress der Saarländer lag mit 2:1 Sätzen vorne. Bei 10:10 im vierten Durchgang fehlten ihm und seinem 1.FCS noch zwei Bälle zum Finaleinzug – doch es sollte nicht sein. Franziska gewann den Satz mit 12:10 und den folgenden mit 11:9.

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„Wir blicken mit Stolz zurück“ - Interview mit Ochsenhausens Präsident Kristijan Pejinovic

Nach einer spannenden Spielzeit 2014/15, an deren Ende die junge Mannschaft der TTF Liebherr Ochsenhausen nur ganz knapp den Sprung in die Play-offs verpasste, hielten wir es für angebracht, nochmals kurz den Saisonverlauf, die Highlights und die Perspektiven im Gespräch mit dem TTF-Präsidenten Kristijan Pejinovic zu erörtern. 

Sind Sie wirklich zufrieden mit dem Verlauf der Saison 2015/15, Herr Pejinovic? Ochsenhausens „junge Wilde“ haben zwar eine Reihe guter Spiele gezeigt, sind aber am Ende doch knapp an den Play-offs gescheitert. 

K. Pejinovic: „Die Mannschaft sollte mit Leidenschaft und technisch hohem Potenzial eine neue Begeisterung bei den Zuschauern, den Medien und unseren Partnern entfachen. Ich denke, dass uns dies ganz gut gelungen ist - somit bin ich unter dem Strich wirklich sehr zufrieden mit dem Verlauf und dem Abschneiden der Saison. Ich denke, dass ich hier auch im Namen aller verantwortlichen Trainer sprechen kann und auch für unsere Partner und Fans. Wir haben mit der Verpflichtung von Hugo Calderano, damals gerade 17 Jahre alt, vor der Saison einen großen Schnitt und damit einen weiteren Schritt in unserer Strategie vollzogen und dies verursachte anfangs sicherlich nicht überall Begeisterung. Dennoch konnten wir mit der jungen Mannschaft bereits aufzeigen, in welche Richtung wir weiter gehen möchten und dass es hierzu einfach Zeit braucht – wir sprechen von einem Prozess und ein solcher benötigt nun einmal Zeit und Geduld.“

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TTBL: Grenzau wahrt Final-Chance trotz knapper Niederlage in Fulda

Zum Sieg hat es im Hexenkessel von Fulda nicht gereicht, dennoch ist die Ausgangsposition des TTC Zugbrücke Grenzau für das Rückspiel nicht ungünstig. Es gilt, vor heimischer Kulisse im Westerwälder Hexenkessel eine 2:3-Niederlage bei 8:11 Sätzen wettzumachen. Folglich reicht ein 3:1-Erfolg oder ein 3:2 bei entsprechend gutem Satzverhältnis.

Es verspricht, richtig spannend zu werden am kommenden Sonntag (19. April) um 15 Uhr in der Zugbrückenhalle, die vermutlich aus allen Nähten platzen wird. Die Truppe von Anton Stefko liegt also weiterhin gut im Rennen und will nach Frankfurt in die Fraport Arena, wo am 24. Mai das Finale um die Deutsche Meisterschaft ausgetragen wird.

In der ausverkauften Fuldaer HUBTEX Arena legte der Gastgeber den eindeutig besseren Start hin, so dass es nach den ersten beiden Matches richtig brenzlig aussah für das Team aus dem rheinischen Westerwald. Dabei spielte den Osthessen der Umstand in die Karten, dass Masaki Yoshida angeschlagen war und folglich nur als Nummer drei aufgeboten wurde.

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TTBL: Sensation in Saarbrücken

Während es im Play-off-Halbfinal-Hinspiel zwischen Fulda-Maberzell und Grenzau beim 3:2 für die Gastgeber erwartungsgemäß eng zuging, haben die noch jungen Play-offs der Saison 2014/15 bereits ihre erste dicke Sensation: „Underdog“ 1. FC Saarbrücken TT fegte Rekordmeister Borussia Düsseldorf vor 800 staunenden Fans mit 3:0 aus der Joachim-Deckarm-Halle und hat nun sehr gute Karten, das Finale am 24. Mai in der Frankfurter Fraport Arena zu erreichen.

Aber Achtung: Die Borussia hat schon oft den Kopf aus der Schlinge gezogen, folglich wird der Champions-League-Finalist am 19. April im heimischen ARAG Center Court nochmals alles auf eine Karte setzen. Das erforderliche eine Match oder aber die nötigen fünf Sätze müssen die Saarländer dann erst einmal holen. Dennoch ist deren Chance nun groß – und das ist nach einer solchen Topleistung auch hochverdient.

Anfänglich war es eine ganz enge Kiste. Tiago Apolonia wies einen starken Patrick Franziska in umkämpften fünf Sätzen knapp in die Schranken, doch dann folgte der Paukenschlag: Im vorentscheidenden zweiten Match sorgte nicht Timo Boll für den allgemein erwarteten Ausgleich, sondern machte Bojan Tokic (Foto) eines der besten Spiele seiner Karriere und besiegte den Weltranglistensiebten in vier Sätzen.

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TTBL: Grenzau will in die Fraport-Arena - Der Halbfinal-Showdown kann beginnen

Am Samstag ist es so weit. Die Hinspiele der Play-off-Halbfinals steigen in Fulda und Saarbrücken. Dabei reist Rekordmeister Düsseldorf als Favorit ins Saarland, wo es um 19 Uhr losgeht. Offener erscheint im Vorfeld das Duell zwischen den heimstarken Fulda-Maberzellern und dem Traditionsklub aus Grenzau (18 Uhr) – zwei Teams, die sich in der Liga ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten.

Es ging eng zu im Rennen um den zweiten Platz in der TTBL-Punktrunde 2014/15 hinter Ligaprimus Düsseldorf. Nach der tollen Vorrunde mit 16:2 Zählern war der TTC Zugbrücke Grenzau dem Rivalen aus der Rhön noch sechs Punkte voraus, doch dann kam Fulda-Maberzell mächtig auf und zog vorbei, während das Zugbrückenteam ein wenig schwächelte. Doch die Westerwälder gaben in einem furiosen Schlussspurt nochmals mächtig Gas, gewannen nacheinander gegen die Play-off-Rivalen Saarbrücken und Ochsenhausen in überzeugender Manier und quälten sich am letzten Spieltag beim 3:2 in Mühlhausen. Am Ende kamen Gacina und Co. auf Platz zwei über die Ziellinie, punktgleich mit den Osthessen (26:10), aber mit der besseren Spiele-Differenz.

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INTERNATIONAL: Timo Boll wird erneut in Chinas Super League aufschlagen

Auch in diesem Jahr wird Timo Boll wieder in der chinesischen Super League antreten. Vom 7. Juli an plant der Weltranglisten-Siebte einen sechswöchigen Aufenthalt in seiner „zweiten Heimat“.

Neben der Teilnahme an den China Open in Chengdu (5.-9. August) wird er auch einige Spiele für Shandong Weiqiao in der Super League bestreiten. Der Verein ist in Binzhou, einer Stadt mit knapp vier Millionen Einwohnern in der ostchinesischen Provinz Shandong beheimatet.

„Es ist für mich immer wieder eine Ehre, aber auch eine Herausforderung, in die chinesische Super League eingeladen zu werden, um mich dort mit den Besten der Welt zu messen und auch im Trainingsalltag ganz neue Reizpunkte zu setzen“, schildert Boll, weshalb er nach den Weltmeisterschaften in Suzhou und den European Games in Baku einen weiteren kräftezehrenden Höhepunkt im Sportjahr 2015 setzt.

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WM in Suzhou: Ma Long und Ding Ning führen Setzlisten an

Am Dienstag wurden von der ITTF die Setzlisten für die Qoros 2015 World Table Tennis Championships publiziert, die vom 26. April bis 3. Mai in Suzhou (China) ausgetragen werden.

310 Herren und 238 Damen aus insgesamt 100 Ländern sind gemeldet. Die Setzliste basiert auf der April-Weltrangliste des Weltverbandes, demzufolge sind bei den Herren Ma Long und bei den Damen Ding Ning topgesetzt.

German-Open-Sieger Ma Long (Foto), der auf imposante 19 World-Tour-Titel zurückblickt, hofft aus sein erstes WM-Gold im Einzel. Ding Ning indes könnte sich das zweite Mal in ihrer Karriere zur Weltmeisterin krönen.

Titelverteidiger sind ihre Landsleute Zhang Jike und Li Xiaoxia, die vor zwei Jahren in Paris WM-Gold errangen. Beide tauchen auf den Setzlisten für Suzhou an Position drei auf, hinter ihren Teamkollegen Xu Xin und Liu Shiwen.

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Internationales Ochsenhausener Trainings-Camp endete am Ostersamstag

Am Ostersamstag ging ein einwöchiges Trainings-Camp in Ochsenhausen zu Ende. Und das war hochkarätig besetzt. Unter den 21 Teilnehmern befand sich nämlich die komplette deutsche Jugend-Nationalmannschaft inklusive Bundestrainer Klaus Schmittinger, die sich auf die Jugend-Europameisterschaften im Sommer vorbereitete. Deren 17-jähriger Leistungsträger Dennis Klein ist ohnehin seit Jahren Student am Liebherr Masters College.

Für die „Macher“ in Ochsenhausen war dies auch ein wichtiges Signal auf dem Weg, die Beziehungen zum Deutschen Tischtennis-Bund zu vertiefen, der naturgemäß sein eigenes Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf im Fokus hat und in der Vergangenheit das kleine aber feine Trainingszentrum in der oberschwäbischen Tischtennis-Hauptstadt nicht so sehr beachtet hat. Aber die Beziehungen sind inzwischen auf dem besten Weg, sich zu normalisieren.

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CHAMPIONS LEAGUE HERREN: Borussia Düsseldorf erreicht Finale gegen Orenburg

Durch einen 3:1-Sieg über Chartres ASTT vor 1.100 Zuschauern im ausverkauften ARAG CenterCourt brachte Rekordmeister Borussia Düsseldorf am Samstag den Einzug ins Finale der diesjährigen Champions League in trockene Tücher. Schon das Hinspiel hatten Boll & Co. mit 3:1 gewonnen.

Erneut ohne Gao Ning, war der französische Topklub auch diesmal chancenlos. Lediglich Pär Gerell konnte gegen Patrick Franziska punkten (14:12 im 5. Satz). Timo Boll mit Siegen über Robert Gardos und Pär Gerell sowie Kamal Sharath Achanta (3:0 gegen Damien Eloi) führten die Borussia zum erwarteten Erfolg.

Im Finale heißt es Boll vs. Ovtcharov. „Dima“ und seine Kollegen von Fakel Gazproma Orenburg gewannen nämlich gestern auch das Rückspiel gegen Weinviertel Niederösterreich mit 3:1 – Deutschlands Nummer eins besiegte Stefan Fegerl (3:0) und Hou Yingchao (3:1) – und zogen souverän in die beiden Endspiele um Europas Krone ein.

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TTBL: Qiu Liang wird Grenzauer

Der Play-off-Teilnehmer TTC Zugbrücke Grenzau gab heute die Verpflichtung von Qiu Liang offiziell bekannt. Der 20-jährige ehemalige Jugendnationalspieler des DTTB ist aus der Jugendabteilung des TTC matec Frickenhausen hervorgegangen, vorzüglich geschult durch seinen Vater, den international renommierten Trainer Qiu Jian Xin.

Qiu Liang gilt als eines der größten deutschen Talente und hat in der Saison 2014/15 in der TTBL-Mannschaft der Schwaben, die ihr Team in die 2. Liga zurückziehen, an Position drei gespielt. In der Vorrunde war er noch Prügelknabe – nur einmal verließ er da den Tisch als Sieger –, doch in der Rückrunde hatte sich der Rechtshänder an die raue Luft im Oberhaus gewöhnt. Sein Rückrunden-Ergebnis von 5:3 ist aller Ehren wert, Siege gelangen ihm unter anderem gegen so bekannte Spieler wie Adrian Crisan und Christian Süß.

Mit der Verpflichtung Qius wurde die ohnehin junge Mannschaft aus dem Brexbachtal nochmals verjüngt und weist nun einen Altersdurchschnitt von rund 22,5 Jahren auf.

Qiu, Deutscher Jugendmeister 2012, erhält zunächst einen Einjahresvertrag. Im diese Saison so erfolgreichen Grenzauer Team freut sich ganz besonders Masaki Yoshida auf seinen künftigen Kollegen, mit dem er bis zur Saison 2012/13 in Frickenhausen zusammen gespielt hat.

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TTBL: Grenzau zittert sich zum zweiten Tabellenplatz

Vor der Partie des 18. und letzten Bundesliga-Spieltags in der Mühlhausener Tischtennishalle am Kristanplatz zwischen dem Tabellenletzten Post SV und dem Zweiten TTC Zugbrücke Grenzau hätte kaum einer für möglich gehalten, dass es exakt vier Stunden und 27 Minuten dauern würde, bis der Sieger ermittelt sein würde – die längste Begegnung der gesamten TTBL-Punktrunde!

Zu eindeutig war eigentlich die Konstellation trotz der bekannten Heimstärke der Thüringer, zu klar die Favoritenrolle von Gacina und Co., die angesichts des zweieinhalb Stunden früher feststehenden 3:1-Heimsieges von Play-off-Gegner Fulda-Maberzell gegen Frickenhausen beide Punkte benötigten, um Platz zwei ins Ziel zu retten.

Doch der unbekümmert aufspielende Gastgeber hatte eben nicht im Mindesten vor, mitzuziehen und machte den stellenweise etwas fahrig und nervös wirkenden Westerwäldern, die unterbewusst die Aufgabe vielleicht doch etwas unterschätzt hatten, das Leben unglaublich schwer. Am Ende setzte sich Grenzau mit 3:2 bei 12:11 Sätzen und 235:227 Bällen hauchdünn durch.

Matchwinner war der Japaner Masaki Yoshida (Foto), bärenstark zuletzt bei den German Open in Bremen, der in den extrem engen Matches gegen Lars Hielscher (3:2 im 5. Satz) und Michal Bardon (3:1 – alle drei Satzgewinne in der Verlängerung) im Mühlhausener Hexenkessel die Nerven behielt und zwei Punkte zum Grenzauer Sieg beisteuerte.

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ITTF WORLD TOUR: Asiaten im Herren-Halbfinale von Almeria unter sich

Vier Asiaten stehen heute im Halbfinale des Herren-Wettbewerbs der mit insgesamt 110.000 Dollar dotierten Spanish Open in Almeria. Bei dem World Tour-Turnier der Major Series, also der mittleren ITTF-Kategorie, konnten sich zwei ehemals in der deutschen Bundesliga aktive Japaner – Maharu Yoshimura und Kenta Matsudaira – sowie der Koreaner Kim Donghyun und der Hongkong-Chinese Wong Chun Ting für die Vorschlussrunde (ab 12.30 Uhr) qualifizieren.

Der Ex-Hagener Yoshimura, der im Viertelfinale Samsonov-Bezwinger Alexander Shibaev (Russland) mit 4:0 besiegte, trifft auf Kim, der sich gegen einen aktuellen TTBL-Japaner durchsetzte – 4:1 siegte er gegen den Noch-Frickenhausener Masataka Morizono in einem umkämpften Match.

Matsudaira (Foto), aktuelle Nummer 27 der Welt, trifft auf den 34. des ITTF-Rankings Wong. Der Ex-Frickenhausener mit den gefährlichen Aufschlägen hatte sich im Viertelfinale erwartungsgemäß gegen den Tschechen Dmitrij Prokopcov behauptet – sein Sieg (4:1) geriet nie wirklich in Gefahr.

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Dimitrij Ovtcharov Botschafter der Europaspiele in Baku

Deutschlands Nummer eins im Tischtennissport, Dimitrij Ovtcharov, ist das deutsche Gesicht der Europaspiele in Baku 2015. Ovtcharov wurde zum Botschafter der ersten europäischen Kontinentalspiele, die vom 12. bis 28. Juni ausgetragen werden, ernannt und wird in dieser Funktion ab sofort tätig werden.

Der amtierende Europameister Ovtcharov, der bei den Olympischen Spielen in London 2012 sowohl im Einzel als auch im Team-Wettbewerb die Bronzemedaille gewann, nachdem er vier Jahre zuvor in Peking bereits Silber mit der Mannschaft errungen hatte, freut sich auf die Premiere in Aserbaidschans Hauptstadt: “Ich finde es großartig, dass Europa nun seine eigenen Spiele bekommt, und der ganze Kontinent zu einem Sportgroßereignis zusammenkommt. Die Europaspiele rücken die einzelnen Sportarten ein Jahr vor Olympia ins Rampenlicht und sorgen daher für zusätzliche Aufmerksamkeit. Ich freue mich darauf, Fans und Öffentlichkeit bis zur Eröffnungsfeier am 12. Juni über Baku 2015 zu informieren.“

Auch Baku-2015-Geschäftsführer Simon Clegg freut sich, einen Topsportler von der Qualität und Ausstrahlung Ovtcharovs für die Kampagne gewonnen zu haben: “Internationale Athleten dieses Kalibers als Botschafter für die ersten Europaspiele zu gewinnen, unterstreicht die sportliche Bedeutung dieses Großereignisses. Dimitrij Ovtcharov wird als Gesicht von Baku 2015 nicht nur eine wichtige Rolle in der Promotion der Spiele in Deutschland übernehmen, sondern auch die Zukunft des europäischen Sports mitgestalten.“

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Hugo Calderano verteidigt Titel des Lateinamerika-Meisters

Ochsenhausens Youngster Hugo Calderano war – im Gegensatz zu den meisten seiner Teamkollegen und den Assen aus dem Liebherr Masters College – letzte Woche nicht bei den German Open in Bremen im Einsatz, sondern ging in Südamerika an die Tische.

Bei den Lateinamerikanischen Meisterschaften in Buenos Aires gelang dem 18-jährigen Bundesligaprofi nicht nur mit Brasiliens Auswahl der Titelgewinn im Teamwettbewerb. Auch seinen Titel als Lateinamerika-Champion im Herren-Einzel konnte der Boll-Bezwinger von Ulm verteidigen.

Doch dazu musste er über die volle Distanz gehen. Im Finale konnte sein brasilianischer Teamkollege Cazuo Matsumoto, der wie Calderano über weite Strecken des Jahres in Ochsenhausen lebt und trainiert, einen 1:3-Satzrückstand egalisieren. Der Penholder-Spieler mit asiatischen Wurzeln (März-Weltrangliste Platz 92) und der TTF-Profi (WRL 73) kennen sich natürlich sehr genau und wissen, wie sie den Gegenüber in Bedrängnis bringen können.

Calderano, Bronzemedaillengewinner der Jugendolympiade 2014, gab nach seinem 4:3-Erfolg (14:16, 11:1, 11:6, 11:4, 10:12, 12:14, 11:6) zu Protokoll: „Ich hatte schon 3:1 geführt, aber Cazuo kennt mich natürlich sehr gut und weiß, wie er mich in Verlegenheit bringen kann. Er spielte dann immer aggressiver, aber ich habe die Ruhe bewahrt und weiter auf meine Stärken vertraut."

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Lignano Master Open (17.-21.03.2015): Sieben Medaillen zum Saisonauftakt für DBS-Team

Das Tischtennis-Team des Deutschen Behindertensportverbandes hat beim ersten Turnier des Jahres in Lignano Sabbiadoro sieben Medaillen geholt, erfolgreichster Spieler war Thomas Schmidberger mit Doppel-Gold.

Bundestrainer Volker Ziegler war mit 15 SpielerInnen in den italienischen Badeort gereist, um im Qualifikationsjahr für die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro den ersten Formcheck zu absolvieren.

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GERMAN OPEN 2015: Gold im Doppel für Boll/Franziska

Prima Abschluss eines für den DTTB äußerst erfolgreichen Turniers.

Im Finale des Herren-Doppels der German Open 2015 in der Bremer ÖVB-Arena wiederholten Timo Boll und Patrick Franziska – beide bei Borussia Düsseldorf unter Vertrag – ihren Erfolg von 2013.

Im Finale wurden die beiden Russen Kirill Skachkov (noch Ochsenhausen, künftig Bremen) und Alexey Smirnov mit 3:1 (11:6, 12:10, 4:11, 11:8) relativ sicher besiegt.

Drei Gold- und eine Silbermedaille – damit ist Deutschland eindeutig die erfolgreichste Teilnehmer-Nation des hochrangigen Turniers der Super Series. Japan, China und Südkorea folgen mit je einer Goldmedaille auf den Plätzen.

Für Timo Boll war der Doppelsieg mit Patrick Franziska nicht nur die Wiederholung des Titelgewinns von 2013 in Berlin, sondern auch bereits sein neunter ITTF World Tour Titel im Herren-Doppel.

Neben den beiden Titelgewinnen mit seinem ebenfalls aus Hessen stammenden Partner Patrick Franziska, gewann Timo Boll bislang viermal mit Christian Süss, einmal mit Chinas Weltranglistenersten Ma Long, mit dem er auch im April bei der WM 2015 im chinesischen Suzhou an den Start gehen wird und zweimal mit Zoltan Fejer-Konnerth. Mit "Zolli" konnte er seine ersten beiden Erfolge feiern, 2001 in England und den Niederlanden.

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GERMAN OPEN 2015: Einzel-Silber für Petrissa Solja

Das war bitter und so unendlich knapp! Hätte man der Deutschen Meisterin Petrissa Solja vor dem Turnier, dem zweifelsfrei besten ihrer bisherigen Karriere, gesagt, dass sie zwei Gold-Medaillen mitnehmen und dazu noch ins Finale des Einzelwettbewerbs einziehen würde, hätte sie dies bestimmt freudig unterschrieben.

Doch „Triple-Gold“ war greifbar, ja es lag förmlich in der Luft, so dass am Ende eines aufregenden Endspiels, das mit 2:4 (11:9, 11:13, 11:7, 7:11, 12:14, 10:12) gegen Mima Ito (Japan) verloren ging, doch ein paar Kummer-Tränchen flossen. Die bei den German Open 2015 in der Bremer ÖVB-Arena so grandios aufspielende Pfälzerin, die unter anderem die Weltranglistenfünfte Kasumi Ishikawa (Japan) und Chinas Beste im Wettbewerb, Gu Ruochen, ausgeschaltet hatte, agierte auf einem Level mit Japans 14-jährigem Nachwuchs-Star, dessen winziger Vorteil es vermutlich war, einen Tick unbekümmerter zu spielen als ihre Gegnerin.

Allerdings scheint die 1,52 kleine Japanerin einen Narren an deutschen Spielerinnen gefressen haben. So schaltete sie zuvor schon Han Ying und Shan Xiaona aus. Und im Halbfinale düpierte sie dann auch noch ganz locker die Weltranglistenvierte Feng Tianwei (Singapur), die gegen das „respektlose“, schnelle Block- und Konterspiel des Tischtennis-Wunderkindes kein Land sah.

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GERMAN OPEN 2015: Gold für Ma Long - Doppel-Titel an Shan/Solja

Trotz eines 1:3-Satzrückstandes bekam der Weltranglistenerste Ma Long im Finale der German Open in Bremen gegen Zhang Jike noch die Kurve und siegte im „Duell der Giganten“ mit 4:3 (11:9, 7:11, 8:11, 14:16, 11:6, 14:12, 11:8) – die geglückte Revanche für die hauchdünne, spektakuläre Endspiel-Niederlage beim World Cup 2014 in Düsseldorf.

Damit gewann der Spieler verdientermaßen den Titel, der über das gesamte Turnier eindeutig die besten Leistungen gezeigt und unter anderem die deutschen Stars Dimitrij Ovtcharov (4:2) und Timo Boll (4:0) aus dem Rennen geworfen hatte.

Nach dem vierten Satz hatte dennoch mancher im weiten Rund der ÖVB-Arena gedacht, dass sich einmal mehr die seit Längerem im Raum stehende Aussage erhärten könnte, dass Ma Long zwar von der Konstanz her die Nummer eins der Welt sei, doch die großen Titel eben nicht er sondern Zhang Jike hole. Doch wie Ma sich aus dieser auch psychologisch schwierigen Situation befreite, den brenzligen sechsten Satz überstand und das Heft wieder in die Hand nahm, war aller Ehren wert.

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