ITTF WORLD TOUR: Asiaten im Herren-Halbfinale von Almeria unter sich

Vier Asiaten stehen heute im Halbfinale des Herren-Wettbewerbs der mit insgesamt 110.000 Dollar dotierten Spanish Open in Almeria. Bei dem World Tour-Turnier der Major Series, also der mittleren ITTF-Kategorie, konnten sich zwei ehemals in der deutschen Bundesliga aktive Japaner – Maharu Yoshimura und Kenta Matsudaira – sowie der Koreaner Kim Donghyun und der Hongkong-Chinese Wong Chun Ting für die Vorschlussrunde (ab 12.30 Uhr) qualifizieren.

Der Ex-Hagener Yoshimura, der im Viertelfinale Samsonov-Bezwinger Alexander Shibaev (Russland) mit 4:0 besiegte, trifft auf Kim, der sich gegen einen aktuellen TTBL-Japaner durchsetzte – 4:1 siegte er gegen den Noch-Frickenhausener Masataka Morizono in einem umkämpften Match.

Matsudaira (Foto), aktuelle Nummer 27 der Welt, trifft auf den 34. des ITTF-Rankings Wong. Der Ex-Frickenhausener mit den gefährlichen Aufschlägen hatte sich im Viertelfinale erwartungsgemäß gegen den Tschechen Dmitrij Prokopcov behauptet – sein Sieg (4:1) geriet nie wirklich in Gefahr.

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Dimitrij Ovtcharov Botschafter der Europaspiele in Baku

Deutschlands Nummer eins im Tischtennissport, Dimitrij Ovtcharov, ist das deutsche Gesicht der Europaspiele in Baku 2015. Ovtcharov wurde zum Botschafter der ersten europäischen Kontinentalspiele, die vom 12. bis 28. Juni ausgetragen werden, ernannt und wird in dieser Funktion ab sofort tätig werden.

Der amtierende Europameister Ovtcharov, der bei den Olympischen Spielen in London 2012 sowohl im Einzel als auch im Team-Wettbewerb die Bronzemedaille gewann, nachdem er vier Jahre zuvor in Peking bereits Silber mit der Mannschaft errungen hatte, freut sich auf die Premiere in Aserbaidschans Hauptstadt: “Ich finde es großartig, dass Europa nun seine eigenen Spiele bekommt, und der ganze Kontinent zu einem Sportgroßereignis zusammenkommt. Die Europaspiele rücken die einzelnen Sportarten ein Jahr vor Olympia ins Rampenlicht und sorgen daher für zusätzliche Aufmerksamkeit. Ich freue mich darauf, Fans und Öffentlichkeit bis zur Eröffnungsfeier am 12. Juni über Baku 2015 zu informieren.“

Auch Baku-2015-Geschäftsführer Simon Clegg freut sich, einen Topsportler von der Qualität und Ausstrahlung Ovtcharovs für die Kampagne gewonnen zu haben: “Internationale Athleten dieses Kalibers als Botschafter für die ersten Europaspiele zu gewinnen, unterstreicht die sportliche Bedeutung dieses Großereignisses. Dimitrij Ovtcharov wird als Gesicht von Baku 2015 nicht nur eine wichtige Rolle in der Promotion der Spiele in Deutschland übernehmen, sondern auch die Zukunft des europäischen Sports mitgestalten.“

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Hugo Calderano verteidigt Titel des Lateinamerika-Meisters

Ochsenhausens Youngster Hugo Calderano war – im Gegensatz zu den meisten seiner Teamkollegen und den Assen aus dem Liebherr Masters College – letzte Woche nicht bei den German Open in Bremen im Einsatz, sondern ging in Südamerika an die Tische.

Bei den Lateinamerikanischen Meisterschaften in Buenos Aires gelang dem 18-jährigen Bundesligaprofi nicht nur mit Brasiliens Auswahl der Titelgewinn im Teamwettbewerb. Auch seinen Titel als Lateinamerika-Champion im Herren-Einzel konnte der Boll-Bezwinger von Ulm verteidigen.

Doch dazu musste er über die volle Distanz gehen. Im Finale konnte sein brasilianischer Teamkollege Cazuo Matsumoto, der wie Calderano über weite Strecken des Jahres in Ochsenhausen lebt und trainiert, einen 1:3-Satzrückstand egalisieren. Der Penholder-Spieler mit asiatischen Wurzeln (März-Weltrangliste Platz 92) und der TTF-Profi (WRL 73) kennen sich natürlich sehr genau und wissen, wie sie den Gegenüber in Bedrängnis bringen können.

Calderano, Bronzemedaillengewinner der Jugendolympiade 2014, gab nach seinem 4:3-Erfolg (14:16, 11:1, 11:6, 11:4, 10:12, 12:14, 11:6) zu Protokoll: „Ich hatte schon 3:1 geführt, aber Cazuo kennt mich natürlich sehr gut und weiß, wie er mich in Verlegenheit bringen kann. Er spielte dann immer aggressiver, aber ich habe die Ruhe bewahrt und weiter auf meine Stärken vertraut."

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Lignano Master Open (17.-21.03.2015): Sieben Medaillen zum Saisonauftakt für DBS-Team

Das Tischtennis-Team des Deutschen Behindertensportverbandes hat beim ersten Turnier des Jahres in Lignano Sabbiadoro sieben Medaillen geholt, erfolgreichster Spieler war Thomas Schmidberger mit Doppel-Gold.

Bundestrainer Volker Ziegler war mit 15 SpielerInnen in den italienischen Badeort gereist, um im Qualifikationsjahr für die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro den ersten Formcheck zu absolvieren.

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GERMAN OPEN 2015: Gold im Doppel für Boll/Franziska

Prima Abschluss eines für den DTTB äußerst erfolgreichen Turniers.

Im Finale des Herren-Doppels der German Open 2015 in der Bremer ÖVB-Arena wiederholten Timo Boll und Patrick Franziska – beide bei Borussia Düsseldorf unter Vertrag – ihren Erfolg von 2013.

Im Finale wurden die beiden Russen Kirill Skachkov (noch Ochsenhausen, künftig Bremen) und Alexey Smirnov mit 3:1 (11:6, 12:10, 4:11, 11:8) relativ sicher besiegt.

Drei Gold- und eine Silbermedaille – damit ist Deutschland eindeutig die erfolgreichste Teilnehmer-Nation des hochrangigen Turniers der Super Series. Japan, China und Südkorea folgen mit je einer Goldmedaille auf den Plätzen.

Für Timo Boll war der Doppelsieg mit Patrick Franziska nicht nur die Wiederholung des Titelgewinns von 2013 in Berlin, sondern auch bereits sein neunter ITTF World Tour Titel im Herren-Doppel.

Neben den beiden Titelgewinnen mit seinem ebenfalls aus Hessen stammenden Partner Patrick Franziska, gewann Timo Boll bislang viermal mit Christian Süss, einmal mit Chinas Weltranglistenersten Ma Long, mit dem er auch im April bei der WM 2015 im chinesischen Suzhou an den Start gehen wird und zweimal mit Zoltan Fejer-Konnerth. Mit "Zolli" konnte er seine ersten beiden Erfolge feiern, 2001 in England und den Niederlanden.

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GERMAN OPEN 2015: Einzel-Silber für Petrissa Solja

Das war bitter und so unendlich knapp! Hätte man der Deutschen Meisterin Petrissa Solja vor dem Turnier, dem zweifelsfrei besten ihrer bisherigen Karriere, gesagt, dass sie zwei Gold-Medaillen mitnehmen und dazu noch ins Finale des Einzelwettbewerbs einziehen würde, hätte sie dies bestimmt freudig unterschrieben.

Doch „Triple-Gold“ war greifbar, ja es lag förmlich in der Luft, so dass am Ende eines aufregenden Endspiels, das mit 2:4 (11:9, 11:13, 11:7, 7:11, 12:14, 10:12) gegen Mima Ito (Japan) verloren ging, doch ein paar Kummer-Tränchen flossen. Die bei den German Open 2015 in der Bremer ÖVB-Arena so grandios aufspielende Pfälzerin, die unter anderem die Weltranglistenfünfte Kasumi Ishikawa (Japan) und Chinas Beste im Wettbewerb, Gu Ruochen, ausgeschaltet hatte, agierte auf einem Level mit Japans 14-jährigem Nachwuchs-Star, dessen winziger Vorteil es vermutlich war, einen Tick unbekümmerter zu spielen als ihre Gegnerin.

Allerdings scheint die 1,52 kleine Japanerin einen Narren an deutschen Spielerinnen gefressen haben. So schaltete sie zuvor schon Han Ying und Shan Xiaona aus. Und im Halbfinale düpierte sie dann auch noch ganz locker die Weltranglistenvierte Feng Tianwei (Singapur), die gegen das „respektlose“, schnelle Block- und Konterspiel des Tischtennis-Wunderkindes kein Land sah.

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GERMAN OPEN 2015: Gold für Ma Long - Doppel-Titel an Shan/Solja

Trotz eines 1:3-Satzrückstandes bekam der Weltranglistenerste Ma Long im Finale der German Open in Bremen gegen Zhang Jike noch die Kurve und siegte im „Duell der Giganten“ mit 4:3 (11:9, 7:11, 8:11, 14:16, 11:6, 14:12, 11:8) – die geglückte Revanche für die hauchdünne, spektakuläre Endspiel-Niederlage beim World Cup 2014 in Düsseldorf.

Damit gewann der Spieler verdientermaßen den Titel, der über das gesamte Turnier eindeutig die besten Leistungen gezeigt und unter anderem die deutschen Stars Dimitrij Ovtcharov (4:2) und Timo Boll (4:0) aus dem Rennen geworfen hatte.

Nach dem vierten Satz hatte dennoch mancher im weiten Rund der ÖVB-Arena gedacht, dass sich einmal mehr die seit Längerem im Raum stehende Aussage erhärten könnte, dass Ma Long zwar von der Konstanz her die Nummer eins der Welt sei, doch die großen Titel eben nicht er sondern Zhang Jike hole. Doch wie Ma sich aus dieser auch psychologisch schwierigen Situation befreite, den brenzligen sechsten Satz überstand und das Heft wieder in die Hand nahm, war aller Ehren wert.

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GERMAN OPEN 2015: Final-Duell Ma Long vs. Zhang Jike

Es hat nicht gereicht für einen zwei Sätze lang genial spielenden Dimitrij Ovtcharov. Der Weltranglistensechste schockte zu Beginn des hochklassigen Halbfinal-Matchs von Bremen seinen Kontrahenten mächtig. Mit 11:8 und 11:9 zog „Dima“ gegen den Branchenführer im Welttischtennis davon, doch Ma Long blieb eiskalt und behielt die Nerven. Spätestens nach seinem Satzausgleich zum 2:2 hatte der Chinese das Geschehen im Griff, während der Deutsche, der viel Kraft gelassen hatte, das hohe Niveau der Anfangsphase nicht mehr erreichen konnte.

Dennoch zeigte Dimitrij Ovtcharov beim 11:8, 11:9, 6:11, 8:11, 4:11, 4:11 dass er derzeit vermutlich der einzige Europäer ist, der eine echte Chance besitzt, an einem perfekten Tag einen der vier Top-Chinesen zu schlagen.

Ma Long trifft im Finale auf seinen Nationalteamkollegen, den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger Zhang Jike.

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GERMAN OPEN 2015: Petrissa Solja steht im Finale

Petrissa Solja steht als erste Finalistin der German Open 2015 in Bremen fest. Die für den ttc berlin eastside aufschlagende Linkshänderin aus der Pfalz besiegte die ungesetzte Chinesin Gu Ruochen im ersten Halbfinale mit 4:2 (11:6, 11:5, 11:9, 6:11, 7:11, 11:8).

Gu hatte zuvor namhafte Gegnerinnen wie Yu Mengyu (Singapur), Georgina Pota (Ungarn) oder Li Qian (Polen) ausgeschaltet. Gegenwärtig ist die beidseitig starke, kleine Chinesin im ITTF-Ranking nicht gelistet – nach ihrer tatsächlichen Spielstärke könnte sie aber irgendwo zwischen 20 und 30 stehen. Zum Vergleich: Petrissa Solja ist „nur“ die Nummer 45.

Anfänglich sah es so aus, als würde die 20-jährige Deutsche ihre Gegnerin mit dem Schwung aus dem Wahnsinns-Match gegen Ishikawa überrollen, doch mit dem Gewinn des vierten Satzes war die Asiatin mit einem Mal viel besser im Spiel, so dass sich noch ein prickelndes Duell auf Augenhöhe entwickelte. Im sechsten Durchgang war Solja wieder hellwach und brachte ihre Vorhand gut durch. Sie nutzte ihren ersten Matchball zum umjubelten Finaleinzug.

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GERMAN OPEN 2015: Ovtcharov und Solja im Blickpunkt

Bei den German Open  in der Bremer ÖVB-Arena steht ein prickelnder Schlusstag bevor. Der DTTB hat noch mehrere Eisen im Feuer. So ist Dimitrij Ovtcharov nach seinem gestrigen 4:2-Sieg über einen unglaublich starken Ruwen Filus, der die Form von Chemnitz bestätigte, einer der deutschen Hoffnungsträger.

Im Halbfinale des Herren-Einzels bekommt er es allerdings ab 10:45 Uhr mit keinem Geringeren als dem Weltranglistenersten Ma Long zu tun, jedem Ma Long, der im Viertelfinale Timo Boll nicht einen Satzgewinn gönnte und der – im Gegensatz zu seinem Landsmann Zhang Jike – bisher im Turnier einen äußerst stabilen Eindruck hinterlassen hat. Eine ganz, ganz hohe Hürde, doch „Dima“ kann dabei eigentlich nur gewinnen. Der Druck lastet nicht auf ihm.

Bereits seit 10 Uhr läuft das erste Damen-Halbfinale mit der bisher überragenden Petrissa Solja, die mit ihrem glatten 4:0 über die an zwei gesetzte Weltranglistenfünfte Kasumi Ishikawa gestern den größten Coup ihrer bisherigen Karriere landete.

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GERMAN OPEN 2015: U21-Gold für Petrissa Solja

Die ersten beiden Titel bei den German Open 2015 in der Bremer ÖVB-Arena sind vergeben. In den U21-Wettbewerben wurden am Freitagabend die Sieger gekürt.

Bei den U21-Damen sicherte sich die frischgebackene Deutsche Meisterin von Chemnitz, Petrissa Solja, den Titel äußerst souverän. Im Finale machte die Linkshänderin aus der Pfalz beim 11:9, 11:1, 11:5 kurzen Prozess mit der aktuellen Nummer drei der U15-Weltrangliste Hina Hayata, einem von Japans Tischtennis-Wunderkindern.

Auf dem Weg ins Endspiel hatte die 20-jährige Deutsche fast nur glasklare Siege verbucht, lediglich im Halbfinale musste sie gegen Doo Hoi Kem (Hongkong) ein wenig um den Erfolg bangen (11:8, 11:6, 1:11, 8:11, 11:8). Und Doo ist immerhin die Nummer vier des U21-Welt-Rankings – Solja wird dort „nur“ an Position zehn geführt.

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TTBL: Ochsenhausen präsentiert Neuzugang Jakub Dyjas

Bundesligist TTF Liebherr Ochsenhausen hat am Samstagnachmittag im Rahmen der German Open in Bremen seinen Neuzugang Jakub Dyjas der Öffentlichkeit präsentiert. Der 19-jährige polnische Nationalspieler Jakub Dyjas, am 9. Oktober 1995 im westpommerschen Koszalin geboren, ersetzt den künftig für Werder Bremen aufschlagenden Kirill Skachkov und erhält zunächst einen Einjahresvertrag.

Mit Dyjas sinkt der Altersdurchschnitt der ohnehin schon jüngsten Truppe der Bundesliga nochmals ein gutes Stück und beträgt nunmehr  – Stand März 2015 – 19,5 Jahre. Das ist ein sensationeller Wert für eine deutsche Profi-Mannschaft, vermutlich sogar Rekord in 50 Jahren Bundesliga. Das zweitjüngste Team wird übrigens Aufsteiger Grünwettersbach mit Alvaro Robles, Samuel Walker, Jan Zibrat und Joao Geraldo ins Rennen schicken – bis auf Zibrat alles Spieler aus der Ochsenhausener Talentschmiede.

Jakub Dyjas, der auf der März-Weltrangliste auf Position 135 notiert ist, lebt und trainiert bereits seit zwei Jahren in Ochsenhausen als Student des Liebherr Masters College.

In Deutschland hat sich Jakub Dyjas bereits einen Namen gemacht.

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DTTB: Richard Prause Schimmelpfennigs Nachfolger als Sportdirektor

Die Nachfolge von Dirk Schimmelpfennig, der seit 1. März als „Vorstand Leistungssport“ beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) tätig ist, ist geklärt. Ex-Bundestrainer Richard Prause wird neuer Sportdirektor des DTTB und tritt sein Amt am 15. August an.

Prause hatte den DTTB 2010 auf eigenen Wunsch nach zehn Jahren im Trainerstab verlassen, um die „Werner Schlager Academy“ (WSA) in Schwechat von den Anfängen mit zu begleiten. „Ich bin der WSA sehr dankbar für fünf gemeinsame, interessante Jahre, wo wir einiges bewegen konnten“, sagte der 47-jährige gebürtige Oberhausener, der mit seiner Familie seit vielen Jahren in Hanau lebt.

Auch als Aktiver muss sich der ehemalige deutsche Nationalspieler noch immer nicht verstecken – in der laufenden Saison fungiert der Linkshänder mit dem extrem Vorhand-orientierten Spiel als Spitzenspieler des Drittligisten TTC Seligenstadt.

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3. BUNDESLIGA NORD HERREN: Ober-Erlenbach sichert sich Titel und Aufstieg

In der 3. Bundesliga Nord, mit nur sieben Teams dürftig bestückt, sind die Würfel seit Sonntag gefallen. Meister und Aufsteiger in die 2. Liga ist – wie erwartet – der TTC Ober-Erlenbach, der noch einen Punkt aus zwei Partien brauchte, um ganz sicher zu gehen, von Verfolger Brackwede nicht mehr eingeholt werden zu können. Doch machte man keine halben Sachen, sondern hielt sich beim Tabellenvorletzten TuS Xanten mit 6:1 schadlos.

Ganze fünf Sätze gingen in den einseitigen eindreiviertel Stunden an den Gastgeber vom Niederrhein, lediglich der junge Dominik Scheja musste im Spitzenpaarkreuz dem schon bei den NDM in Chemnitz starken Michael Servaty zum Sieg gratulieren.

Die Messe ist damit gelesen, die Hessen (19:3 Punkte) empfangen zum Saisonabschluss am 29.03. den als Fünften feststehenden TTC Seligenstadt zum Derby und können dabei genüsslich den Meistertitel feiern. Wie man hört, wird die Truppe für das Unterhaus auf zwei Positionen verändert.

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TTBL: Freude in Grenzau und Saarbrücken

Am 17. und vorletzten Spieltag der Tischtennis Bundesliga hat sich die Frage geklärt, wer in die Play-offs einzieht. Es gibt lediglich noch ein winziges Fragezeichen in einem Fall.

Dem Ligaprimus Düsseldorf und Vizemeister Fulda-Maberzell folgen die Teams aus Grenzau und Saarbrücken (Foto: Tiago Apolonia) in die Endrunde, vorausgesetzt, die Saarländer erledigen am 29.03. ihre Hausaufgaben und besiegen in eigener Halle Hagen, was als so gut wie sicher gelten darf.

Grenzau bezwang vor ausverkaufter Hütte – um die 700 Fans in der Zugbrückenhalle unterzubringen, mussten sogar Zusatztribünen her – glücklose Ochsenhausener mit 3:1 und schob sich aufgrund der besseren Spieledifferenz an Fulda vorbei auf Platz zwei vor.

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CHAMPIONS LEAGUE HERREN: Orenburg siegt 3:1, Ovtcharov kämpft Fegerl und Hou nieder

Es war ein hartes Stück Arbeit für Titelfavorit Fakel Gazproma Orenburg, bis der sich erbittert wehrende Gegner Weinviertel Niederösterreich am Samstagabend im Halbfinal-Hinspiel in Wolkersdorf niedergerungen war. 3:1 hieß es schließlich für „Dima“ Ovtcharov und Kollegen, die mit diesem Erfolg das Tor zum Finale der europäischen Königsklasse weit aufgestoßen haben.

Dort ist mit einem Duell mit Borussia Düsseldorf zu rechnen, nachdem Boll & Co. bereits am Freitag mit 3:1 in Chartres die Oberhand behalten hatten. Natürlich gilt dies nur, falls sich in den Rückspielen in drei Wochen nicht noch Sensationelles ereignet.

Ausschlaggebend für den Erfolg des russischen Topklubs war der Umstand, dass sowohl Ovtcharov als auch Vladimir Samsonov das Defensiv-Bollwerk Hou Yingchaos knacken konnten, was dem in den letzten Wochen in bestechender Form agierenden „Vladi“ beim 3:1 sogar einen Tick souveräner gelang als seinem deutschen Kollegen, der in den ersten beiden Sätzen chancenlos wirkte, doch dann im Match angekommen war und es noch drehte.

Da „Dima“ eine gute Stunde zuvor auch schon das enge Match gegen einen bärenstarken Stefan Fegerl nach 0:2-Satzrückstand noch umgebogen hatte – hier blieb es bis zum allerletzten Ballwechsel völlig ausgeglichen –, bedeutete sein Sieg über Hou den Orenburger Matchpoint zum 3:1.

Lediglich Daniel Habesohn hatte für Weinviertel – früher: SVS – Niederösterreich punkten können, doch sein 3:2 gegen Alexey Smirnov war im Endeffekt nur Ergebniskosmetik.

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TTBL: Andrej Gacina und Masaki Yoshida bleiben in Grenzau

Der TTC Zugbrücke Grenzau, Tabellendritter der Tischtennis Bundesliga, der die Play-offs so gut wie sicher hat, gab am heutigen Tag die Vertragsverlängerung mit den Leistungsträgern Andrej Gacina und Masaki Yoshida für eine weitere Saison bekannt.

Gerade in Bezug auf Gacina (Foto) war in den letzten Wochen mächtig spekuliert worden, ob die Westerwälder ihn angesichts prominenter Mitbieter aus ganz Europa würden halten können. Immerhin zählt der 28-jährige Kroate zu den Topspielern des Kontinents und gehört mit einer 20:10-Bilanz vorne auch in der TTBL zu den Besten.

Es bestätigte sich aber auch, dass – wie Insider immer versichert haben – der aktuelle Weltranglisten-23. kein klassischer Legionär ist, der überall dort anheuert, wo es ein paar Euro mehr zu verdienen gibt. Gacina ist ein sensibler Spieler, der großen Wert darauf legt, sich im Umfeld seines Vereins wohlzufühlen, wie es in Grenzau ganz offensichtlich der Fall ist.

Der erst 20-jährige Japaner Yoshida – aktuelle TTBL-Bilanz 11:9 – schien zwar in der Vorrunde in besserer Form zu sein als aktuell, aber das kann sich rasch wieder ändern.

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NDM 2015 in Chemnitz: Herren-Doppel: Doch noch Gold für Steffen Mengel

Am Ende hat es für den „Siegerländer Riesen“ Steffen Mengel doch noch mit einer Goldmedaille geklappt, nachdem er im Herren-Einzel so knapp an Ruwen Filus gescheitert und sein Traumfinale gegen Timo Boll geplatzt war.

Zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Benedikt Duda von den Bergneustädter Schwalben besiegte der Weltranglisten-27. die Kombination Filus (Fulda-Maberzell) / Ricardo Walther (Hagen, künftig ebenfalls Bergneustadt) im Finale nach 0:2-Satzrückstand mit 4:2 (6:11, 7:11, 11:9, 11:3, 11:9, 11:9).

Steffen Mengel eine Minute nach dem verwandelten Matchball mit einem leichten Augenzwinkern: „An das verlorene Halbfinale gegen Ruwen denke ich jetzt schon gar nicht mehr. Der Doppel-Titel ist der wichtigere, den hatte ich nämlich noch nicht."

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NDM 2015 in Chemnitz: Petrissa Solja hat den Titel

Nach einer souveränen Leistung gewann die 20-jährige Petrissa Solja (ttc berlin eastside) erstmals in ihrer noch jungen Karriere die deutsche Einzelmeisterschaft.

Gegen ihre Doppelpartnerin Sabine Winter, mit der sie 90 Minuten zuvor Gold gegen Silbereisen/Wu errungen hatte, hatte die sympathische Linkshänderin aus der Pfalz - nach drei engen Sätzen - in den Durchgängen vier und fünf alles sicher im Griff und traf mit ihrer starken Vorhand beinahe nach Belieben (11:8, 14:12, 10:12, 11:4, 11:3).

Mit zwei Titeln ist Petrissa Solja die erfolgreichste Sportlerin der 83. Nationalen Deutschen Tischtennis-Meisterschaften 2015 in Chemnitz. Nach ihrem Sieg kämpfte sie mit den Freudentränen und sicherte sich den Ball als Souvenir für die Ewigkeit.

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NDM 2015 in Chemnitz: Timo Boll alleiniger Rekord-Titelträger

An seinem 34. Geburtstag hatte Timo Boll zumindest anfänglich beträchtlichen Widerstand seines Gegners Ruwen Filus zu brechen, um am Ende in die deutsche Tischtennisgeschichte als alleiniger Rekord-Titelträger einzugehen. Boll hat nun zehn Titel aufzuweisen gegenüber je neun von Conny Freundorfer und Eberhard Schöler sowie acht von Jörg Roßkopf.

Filus, der schon im Halbfinale gegen Steffen Mengel (4:3) ein traumhaftes Match gespielt hatte, bot in den Sätzen zwei und drei, in denen er wie eine Gummiwand wirkte, großen Tischtennissport gegen seinen sichtlich verdutzten prominenten Kontrahenten. Doch Boll wäre nicht Boll, hätte er nicht noch eine Schippe drauflegen können, während Filus in der Folge dem hohen Kräfteverschleiß – auch aus dem Duell mit Mengel – Tribut zollte und am Ende restlos „platt“ war. Boll siegte mit 4:2 (11:3, 5:11, 9:11, 11:3, 11:5, 11:1).

Dennoch durfte sich nicht nur der Odenwälder in Diensten der Düsseldorfer Borussia am Ende über die Ovationen der knapp 2.500 Fans freuen. Auch Fuldas Abwehr-Ass Filus wurde minutenlang gefeiert für seine großartige Turnierleistung.

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