Gelungene Ober-Erlenbacher Tischtennis-Gala trotz Boll-Erkrankung

Der „Wingert Dome“ im Bad Homburger Vorort Ober-Erlenbach platzte aus allen Nähten, als am Montagabend die Tischtennis-Benefiz-Gala des Zweitliga-Aufsteigers TTC Ober-Erlenbach auf dem Programm stand. 530 Zuschauer waren gekommen, so viel wie nie zuvor in dieser Halle. Der bisherige Rekord stand bei 486 Besuchern beim Drittliga-Topspiel des TTCOE gegen Brackwede am 10. Januar.

Auf dem Programm stand ein attraktives Vierer-Turnier mit den deutschen Nationalspielern Timo Boll, Patrick Franziska, Ruwen Filus und Steffen Mengel für einen guten Zweck, nämlich zugunsten der Kinderhilfe Organtransplantation (KiO).

Nun, das größte Zugpferd, der Weltranglistensiebte Timo Boll, konnte wegen einer schweren Erkältung selbst nicht zum Schläger greifen.

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DTTB verstimmt: Keine Wildcard für Timo Boll beim World Cup

Überraschend erhält der Weltranglisten-Siebte Timo Boll keine Wildcard für den Weltcup im schwedischen Halmstad (16. bis 18. Oktober). Der 34-Jährige, der den Cup 2002 und 2005 gewann und sich unlängst in der Chinese Super League in bestechender Form präsentiert hat, fühlt sich, was man nachvollziehen kann, ungerecht behandelt und befürchtet negative Folgen für Olympia.

Der Rekordeuropameister muss nach der umstrittenen Entscheidung des Weltverbandes ITTF wohl zum ersten Mal seit 14 Jahren beim World Cup zuschauen, es sei denn, einer der Nominierten fällt krankheits- oder verletzungsbedingt aus. Dann wäre er – wie die ITTF inzwischen entschieden hat – erster Nachrücker.

Die Ausrichter-Wildcard für Halmstad wurde jedenfalls an Jugend-Europameister Anton Källberg vom Bundesligisten TTC Hagen vergeben. Einerseits verständlich, will man damit einem großes Talent der Ausrichternation einen Motivationsschub geben und das Zuschauerinteresse steigern, andererseits nach Leistungskriterien – der 18-jährige Källberg ist aktuell an Position 105 des internationalen Rankings gelistet – nur schwer zu rechtfertigen, wenn dafür ein Spieler wie Boll verzichten muss.

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TTBL: Schwalben setzen Ausrufezeichen, Saarbrücken und Bremen souverän

Während der 1. FC Saarbrücken mit einem 3:1 gegen Aufsteiger ASV Grünwettersbach – bemerkenswert lediglich Adrien Mattenets Fünfsatzniederlage gegen Alvaro Robles – sowie besonders Werder Bremen (3:0 bei nicht kompletten Hagenern) ihre Pflichtaufgaben souverän erledigten, konnte der TTC Schwalbe Bergneustadt am ersten TTBL-Spieltag eine Duftmarke setzen.

Die mit Ricardo Walther verstärkte Truppe aus dem Bergischen Land konnte den letzte Saison so starken TTC Zugbrücke Grenzau mit 3:1 in die Schranken weisen. In dieser Verfassung könnte man 2015/16 sogar an das Tor zu den Play-offs anklopfen.

Besonders Steffen Mengel begeisterte die Fans. Der baumlange Siegerländer schlug nicht nur den international zuletzt so erfolgreichen Masaki Yoshida, sondern auch Grenzaus Spitzenspieler Andrej Gacina in vier Sätzen, der in seinem ersten Match gegen Walther noch wenig Mühe gehabt hatte.

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TTBL: Ochsenhausen besiegt den Vizemeister

Um 18:00 Uhr, nach exakt drei Stunden Spielzeit, war es vollbracht. Nach drei 2:3-Niederlagen in der Vorsaison hatte die junge Mannschaft der TTF Liebherr Ochsenhausen dafür gesorgt, dass Vizemeister TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell nicht zum Angstgegner wird.

Mit 3:1 setzten sich die „jungen Wilden“ von Cheftrainer Dubravko Skoric durch. 1.380 Zuschauern in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena erlebten dieses sehenswerte Bundesligaspiel live mit. TTF-Präsident Kristijan Pejinovic: „Wir waren von maximal 1.400 ausgegangen, für mehr war das Wetter heute einfach zu bombastisch. Die, die gekommen sind, haben auf jeden Fall für eine super Stimmung gesorgt. Die Atmosphäre in der Halle hat allen Spaß gemacht.“

Die TTF hatten Simon Gauzy als Nummer eins aufgestellt – ein guter Schachzug, wie sich später zeigen sollte. Der 20-jährige Franzose ging als Führungsspieler voran und bewies in dem Auftaktkrimi gegen Fuldas Defensiv-Ass Wang Xi, der seit Jahren zu den erfolgreichsten Bundesligaspielern zählt, Übersicht und gute Nerven.

Zudem hatte sich das Spezial-Training gegen Abwehr – in Ochsenhausen fungierte der ungarische Verteidigungsspieler Adam Pattantyus in den letzten Tagen als Sparringspartner – ausgezahlt. Dennoch war es ein enges Match, das auch hätte verlorengehen können. Gauzy legte zweimal nach Sätzen vor, Wang egalisierte jeweils, und im Entscheidungsdurchgang konnte sich der Ochsenhausener mit 12:10 haarscharf durchsetzen.

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TTBL: Ergebnisübersicht 1. Spieltag

Der 1. Spieltag der TTBL-Saison 2015/16 ist beendet.

Hier die Ergebnisse:

  

Borussia Düsseldorf

-

  

Post SV Mühl­hau­sen

3:0

 

1. FC Saarbrücken-TT

-

 

ASV Grünwettersbach

3:1

 

TTC Hagen

-

 

SV Wer­der Bre­men

0:3

 

TTF Liebherr Ochsenhausen

-

 

TTC Rhön­Spru­del Fulda-Maberzell

3:1

 

TTC Schwalbe Bergneustadt

-

 

TTC Zug­brü­cke Grenzau

3:1

 

Der Ochsenhausener 3:1-Sieg gegen Vizemeister Fulda-Maberzell in der Ulmer Ratiopharm-Arena ist sicher eines der hervorstechenden Resultate, ebenso der Erfolg der Bergneustädter Schwalben gegen die letzte Saison so starken Grenzauer.

Spielberichte folgen.

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TTBL: Mühlhausen kann Düsseldorf nicht in Verlegenheit bringen

Der Startschuss zur Bundesligasaison 2015/16 ist erfolgt. Im zweiten Heimspiel binnen 24 Stunden – gestern wurde in der Champions League bekanntlich Bogoria Grodzisk (Polen) mit 3:1 geschlagen – besiegte Titelverteidiger Borussia Düsseldorf erwartungsgemäß den Post SV Mühlhausen mit 3:0.

Im erneut mit 1.100 Besuchern ausverkauften ARAG CenterCourt verkaufte sich der Underdog aus Thüringen so teuer wie möglich, mehr als zwei Satzgewinne sprangen am Ende aber nicht heraus.

Timo Boll hatte im Auftaktmatch gegen Post-SV-Neuzugang Ovidiu Ionescu keine nennenswerte Mühe, seine Farben in Führung zu bringen.

Deutlich enger ging es in der nachfolgenden Partie zwischen Griechenlands Defensiv-Ass Panagiotis Gionis (Foto) und Lars Hielscher zu, in der drei der vier Sätze erst in der Verlängerung entschieden wurden. Allesamt zu Ungunsten Hielschers, der stets Satzbälle hatte und diese nicht nutzen konnte. Das 12:10, 5:11, 15:13, 12:10 für Gionis dokumentiert, dass der aus Hannover stammende Mühlhausener durchaus Siegchancen besaß.

Patrick Franziska schließlich konnte gegen den Tschechen Bohumil Vozicky den Sack zumachen. Nach zwei engen Sätzen zu Beginn hatte der DTTB-Nationalspieler aus dem Odenwald das Geschehen gut im Griff.

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EUROPEAN CHAMPIONS LEAGUE HERREN: Angers gewinnt 3:2 in Saarbrücken

Weniger gut als für Bremen und Düsseldorf lief es für den 1. FC Saarbrücken TT, dem man gegen Angers durchaus einen Sieg zugetraut hatte.

Doch das spannende Match, eines der zahllosen saarländisch-französische Duelle der letzten Jahre, endete unerwartet mit einem Happyend für die Franzosen.

Zwei Schweden sorgten für die Ernüchterung beim letztjährigen Play-off-Teilnehmer aus dem Saarland.

Matchwinner war der überraschend starke Schwede Jon Persson – der Weltranglisten-82. konnte nämlich sowohl Bojan Tokic (3:0) als auch Tiago Apolonia (3:1) in die Schranken weisen. Da Tokic, der einen gebrauchten Tag erwischt hatte, am Ende auch noch seinem Ex-Teamkollegen in Frickenhausen, Jens Lundquist, unterlag, musste Saarbrücken eine bittere Niederlage quittieren.

Für den Bundesligisten punkteten Apolonia (3:2 gegen Lundquist) und Adrien Mattenet (3:0 gegen Christophe Legout).

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EUROPEAN CHAMPIONS LEAGUE HERREN: Steger schockt Pontoise

Erst ein Gruppenspieltag der Champions League 2015/16 ist gespielt – noch nicht einmal ganz, die Partie der Gruppe B Niederösterreich vs. Grudziadz steigt erst heute – und schon dürfen wir uns über zwei faustdicke Überraschungen freuen. Den Anfang machte, wie berichtet, Wels in Orenburg. Doch der SV Werder Bremen sorgte am Freitagabend für ein weiteres Ausrufungszeichen.

Der Tabellensechste der letzten TTBL-Spielzeit, der nur deshalb im Wettbewerb ist, weil andere verzichteten, brachte das Kunststück fertig, Titelmitfavorit AS Pontoise Cergy, immerhin in der Aufstellung, in der man 2013/14 die Königsklasse gewann, vor heimischer Kulisse mit 3:2 niederzuringen – die sonst so gelassenen Werder-Fans waren schier aus dem Häuschen.

Und es herrscht kein Zweifel, dieser Erfolg ist in erster Linie Bastian Steger zu verdanken. Selten hatte man den aktuellen Weltranglisten-28. so bissig und gleichzeitig konzentriert gesehen. Dass er Penholder-Ass Wang Jian Jun knacken würde, war schon eine Überraschung, dass es zudem ein klares 3:0 für den DTTB-Nationalspieler gab, eine umso größere. Dass er später aber auch dem Weltranglisten-Zehnten Marcos Freitas nicht einmal einen Satz überlassen würde, darf getrost als sensationell bewertet werden.

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EUROPEAN CHAMPIONS LEAGUE HERREN: Düsseldorfs Start nach Maß

Der Finalist in Europas Königsklasse 2014/15 und diesjährige Titelmitfavorit Borussia Düsseldorf ist gut in die neue Saison gestartet. Im ersten Gruppenspiel der ECL konnte der deutsche Rekordchampion Polens Vizemeister Bogoria Grodzisk mit 3:1 die Grenzen aufzeigen.

Vor 1.100 Zuschauern im bis auf den letzten Platz gefüllten ARAG CenterCourt, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche von den andro Kids Open, avancierte Timo Boll einmal mehr zum Spieler des Abends. Der Odenwälder knüpfte an seine guten Leistungen in Chinas Superliga an und geriet gegen Koreas Tischtennis-Ikone Oh Sang Eun (3:1) sowie gegen den Polen Daniel Gorak (3:0) nie ernsthaft in Gefahr.

Auch Defensivspezialist Panagiotis Gionis konnte einen Zähler für sein Team beisteuern. Der Grieche hatte gegen Pawel Fertikowski nach vier Sätzen die Nase vorn.

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EUROPEAN CHAMPIONS LEAGUE HERREN: Blamage für den Titelverteidiger

Da hätte mancher wohl einen Monatslohn gesetzt – und zwar darauf, dass Königsklassen-Titelverteidiger Fakel Gazproma Orenburg im ersten Gruppenspiel 2015/16 nicht die geringste Mühe mit Underdog SPG Walter Wels haben würde. Noch dazu vor heimischer Kulisse am Rande des Urals, wo ohnehin fast jeder Gegner schlecht aussieht.

Doch es kam ganz anders. Die „runderneuerten“ Oberösterreicher sorgten für die Sensation des Spieltags, vielleicht sogar – man wird abwarten müssen – der gesamte Gruppenphase und besiegten den turmhohen Favoriten mit 3:1.

900 Zuschauer staunten nicht schlecht, als der serbische Ex-Plüderhausener Zsolt Petö (Foto), aktuelle Nummer 112 der Welt, zum Auftakt dem Fünften des ITTF-Klassements Dimitrij Ovtcharov das Leben über Gebühr schwermachte.

Der amtierende Einzeleuropameister und Gewinner der Europaspiele hatte augenscheinlich die Rückreise aus China noch im Kopf und in den Knochen. Er erwischte einen gebrauchten Tag, während sein Kontrahent völlig unbeschwert aufspielte.

Nach vier Sätzen war die Messe gelesen und Linkshänder Petö konnte seinen Sieg selbst kaum fassen (11:8, 8:11, 11:4, 11:8).

Doch es war ja noch reichlich Zeit, den Schalter umzulegen – so dachte man jedenfalls auf der russischen Bank und bei den Fans.

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Ober-Erlenbach freut sich auf Tischtennis-Gala und hofft auf Zuschauer-Rekord

Ein großes Tischtennis-Event steht am kommenden Montag im Bad Homburger Stadtteil Ober-Erlenbach an. Der TTC, gerade wieder in die 2. Bundesliga aufgestiegen, veranstaltet eine Tischtennis-Gala mit Timo Boll, Patrick Franziska, Ruwen Filus und Steffen Mengel, deren Erlös für einen guten Zweck bestimmt ist.

Der Verein teilte uns dazu folgendes mit:

Der Karten-Vorkauf für die Benefiz-Veranstaltung am Montag, den 24. August, zu Gunsten von Kinderhilfe Organtransplantation (KiO) läuft hervorragend. Bereits über 250 Karten wurden im Vorverkauf bestellt oder im Kurhaus Bad Homburg persönlich abgeholt. Bislang lag der Zuschauer-Rekord für den TTC Ober-Erlenbach im "Wingert-Dome" bei 486 Zuschauern bei einem Bundesligaspiel. Das war am 10. Januar 2015, am Tag der Inklusion gegen den SV Brackwede. 500 Besucher und mehr bei der TISCHTENNIS-GALA halten viele für möglich. Dadurch dass nur ein TT-Tisch steht, sollte der Platz in der Halle ausreichen.

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INTERNATIONAL: Maze gewinnt Kopenhagener Kirchen-Match

Na also, es geht doch: Dänemarks Tischtennis-Idol Michael Maze, bekannt als launisches Enfant Terrible mit einer gehörigen Portion Verletzungspech im Lauf seiner Karriere, hat nicht nur sein Comeback nach fast einjähriger Zwangspause infolge einer Knie-OP unfallfrei überstanden, sondern sogar einen historischen Sieg errungen. Zumindest Maze selbst wollte seinen Auftritt so bewertet wissen.

Der 33-jährige Ex-Europameister schlug nämlich am Montagabend in der ehemaligen Kirche St. Absalon in Kopenhagen im Rahmen der „Tsingtao Table Tennis Tour“ Chinas Tischtennis-Legende Ma Lin – Olympiasieger in Peking 2008 und viermal World-Cup-Gewinner. Der Linkshänder aus Dänemark gewann in fünf sehenswerten Sätzen (11:3, 14:12, 11:2, 8:11, 11:9).

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CHINESE SUPER LEAGUE: Abschiedssieg für Dima Ovtcharov

Kapitel beendet: Die beiden deutschen „China-Legionäre“ Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll reisen am Mittwoch wieder in die Heimat, ihr diesjähriges Super-League-Engagement ist beendet. In der besten Liga der Welt geht es zwar weiter, doch die beiden Topstars des DTTB müssen nun wieder für ihre Stammvereine aufschlagen, Ovtcharov für ECL-Sieger Orenburg in der russischen Liga, Boll für Deutschlands Titelverteidiger Borussia Düsseldorf in der TTBL.  

Es war ein versöhnlicher Abschluss für „Dima“. Der amtierende Europameister konnte mit seinem Klub Jiangsu durch das 3:2 über Guangdong MKH Group wichtige Punkte sammeln, um den Tabellenkeller zu verlassen. Zudem gelang dem Weltranglisten-Fünften ein glatter 3:0-Sieg gegen Yin Hang.

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Der Wettergott war kein Tischtennisfan – TTF-Open-Air in Ulm

Zwar spielte das Wetter verrückt beim 1. Tischtennis Open-Air der TTF Liebherr Ochsenhausen am Samstagnachmittag auf dem Ulmer Münsterplatz, dennoch zeigten sich die Initiatoren des außergewöhnlichen Events – die TTF und die Stadt Ulm – zufrieden, besonders mit der Resonanz und der spürbaren Begeisterung der Teilnehmer.

Letzterer hatte auch der nach zwei Stunden einsetzende Regen nichts anhaben können, der schließlich für das vorzeitige Ende des Events sorgte – denn heftiger Wind und strömender Regen waren in dieser Kombination doch etwas zu viel für eine reibungslose Abwicklung des Wettbewerbs. Der Wettergott verhinderte auch die Durchführung einiger Spiele und Attraktionen. Und aus dem geplanten gigantischen Jedermann-Turnier wurde eher ein lockeres Schnuppertraining, bei dem sich der böige Wind bisweilen als Hauptgegner entpuppte.

Dennoch kamen die Teilnehmer auf ihre Kosten und ließen sich von solchen Widrigkeiten die gute Laune nicht verderben. Dazu trugen auch die jungen TTF-Profis wie Hugo Calderano oder Jakub Dyjas sowie weitere Toptalente aus dem Ochsenhausener Liebherr Masters College (LMC) bei, der Talentschmiede des ambitionierten Klubs aus Oberschwaben. Die Jungprofis präsentierten sich ganz locker und gaben als Botschafter des schnellsten Rückschlagsports der Welt ein vorzügliches Bild ab – Weltklassespieler „zum Anfassen“, das erlebt man nicht alle Tage und schon gar nicht in jeder Sportart.

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INTERNATIONAL: Spektakuläres Maze-Comeback in Kirche

Ein ganz spezielles Tischtennis-Event steigt am morgigen 17. August an einem äußerst ungewöhnlichen Ort. Schauplatz ist die Absalon-Kirche in Kopenhagen. Nach ihrer Schließung hat sie ein großer Tischtennisfan erworben, der plant, das sakrale Gebäude für ganz spezielle Kultur- und Sport-Aktivitäten inklusive Tischtennis der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Und es geht los mit dem schnellsten Rückschlagsport der Welt. Das erste Event in der Kirche wird nämlich morgen ein Match zwischen Michael Maze und Ma Lin sein, eine Art Revanche für das Weltmeisterschafts-Halbfinale von Shanghai 2005, das an den prominenten Chinesen, damals die Nummer 2 der Welt, gegangen war.

Das erste Match seit seiner Knie-Operation im letzten Jahr  soll für den in Dänemark äußerst populären Maze ein glanzvolles Comeback in außergewöhnlichem Ambiente werden. Der Linkshänder war zuletzt im September 2014 als 28. des ITF-Rankings geführt worden, Ma Lin – einmal in seiner Kariere Olympiasieger (Peking 2008) und viermal World-Cup-Gewinner – zuletzt im Februar 2014 als Nummer 11 des Welt-Klassements.

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TTBL: Werder peilt die Play-offs an

Nach einer verpatzten letzten Saison mit einem unbefriedigenden sechsten Platz in der Punktrunde und dem frühen Ausscheiden in der Champions League, soll es beim Deutschen Meister der Saison 2012/13, dem SV Werder Bremen, nun wieder eindeutig nach oben gehen. Nach zwei verpassten Play-off-Runden in Folge will die Truppe von der Weser diesmal in der Bundesliga mindestens Vierter werden.

Mit Bastian Steger, Constantin Cioti, Neuzugang Kirill Skachkov (Foto) sowie Hunor Szöcs ist man sicher gut genug aufgestellt, um das Saisonziel in der Liga erreichen zu können, auch wenn es mit Düsseldorf, Fulda-Maberzell, Saarbrücken, Ochsenhausen und Grenzau – gegebenenfalls sogar noch Bergneustadt – starke Konkurrenz im Kampf um die Plätze für die Meisterschafts-Endrunde gibt.

„Düsseldorf ist klarer Favorit“, sagt Sascha Greber, „dann kommen wohl Fulda und Saarbrücken.“ Auch mit den ambitionierten Ochsenhausenern und den mit Ricardo Walther verstärkten Bergneustädtern müsse als ernsthafte Konkurrenten gerechnet werden.

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Das Triple im Visier: ttc berlin eastside startet mit ECL-Partie in die neue Saison

Der ttc berlin eastside ist und bleibt im Mannschaftstischtennis der Damen das Maß aller Dinge – zumindest auf nationaler Ebene. In der Vorsaison glückte „nur“ das Double, bestehend aus Deutscher Meisterschaft und Pokal, in der ECL war man im Halbfinale am späteren Champion Fenerbahce Istanbul gescheitert, doch diesmal peilt man wieder das Triple an und will auch in Europas Königsklasse ganz oben stehen. Mit eastside führt erstmals eine deutsche Damen-Vereinsmannschaft die Setzliste der Europäischen Tischtennis Union für die Champions League an.

Für die zur DJK SV Kolbermoor gewechselte Kristin Silbereisen, in der Weltrangliste aktuell auf Platz 47 positioniert, verpflichtete der ttc zwei ganz junge Japanerinnen mit guter Perspektive. Die 17-jährige Yui Hamamoto (Foto), aktuelle Nummer 55 der Welt, Nummer 12 bei den U21-Juniorinnen und Nummer 5 im U18-Bereich, verfügt trotz ihres jugendlichen Alters bereits über eine gewisse Erfahrung und hat in den letzten Jahren – immer wieder nominiert vom japanischen Verband – sehr, sehr viele World-Tour-Turniere gespielt. Wenn Sie sich in Deutschland gut akklimatisiert und rasch in der Bundesliga ankommt, dürfte einer hochpositiven Bilanz wenig im Wege stehen. Zudem heuerte mit der noch ein Jahr jüngeren Miu Kato die derzeitige Nummer 67 des ITTF-Rankings (U21 Platz 21, U18 Platz 9) an der Spree an. Beide Neuzugänge sind gut ausgebildete Spielerinnen mit reichlich Potenzial, die den ambitionierten Hauptstadtklub weiter voranbringen können.

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Frontenwechsel? Philipp Floritz liebäugelt mit Bulgarien

Der Ex-Fuldaer und Ex-Plüderhausener Philipp Floritz scheint ungewöhnliche Karriereschritte zu bevorzugen. Wollen junge Spieler normalerweise so weit nach oben wie irgend möglich, zog es den damals 22-Jährigen vor der letzten Saison von der TTBL in die Oberliga zum gerade aufgestiegenen TSV 1860 Ansbach, mit dem er inzwischen einen weiteren Aufstieg feierte. Bei der ungefährdeten Meisterschaft seines Klubs, der kommende Saison in der Regionalliga Süd auch noch durch Tomas Pavelka verstärkt wird, glänzte Floritz mit einer Einzelbilanz von 24:0 (Doppel 14:0).

Doch sein Schritt in die Viert- bis Fünftklassigkeit bedeutet keineswegs, dass der Peißenberger international allen Ambitionen abgeschworen hätte. Im Gegenteil. Floritz schickt sich an, nach Thomas Keinath, der international für die Slowakei antritt, der zweite deutsche Ex-Nationalspieler zu werden, der sich einem ausländischen Verband anschließt.

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TTBL: Wang Xi nun deutscher Staatsbürger

Was lange währt, wird endlich gut. Defensivkünstler Wang Xi, Spitzenspieler des Vizemeisters TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und seit Jahren einer der Top-Akteure der TTBL, hat nach vierjährigem Ringen mit den Behörden die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

Wang ist künftig auf internationalen Turnieren für Deutschland startberechtigt und kann Weltranglistenpunkte sammeln. Theoretisch könnte er nun sogar für das DTTB-Nationalteam auflaufen. Bundestrainer Jörg Roßkopf könnte auf den sympathischen, immer bescheidenen, hageren Abwehrspieler zurückgreifen, dürfte sich in dieser Frage indes zunächst einmal bedeckt halten. Schließlich will man mit einer möglichen Nominierung des gestandenen Bundesligaprofis nicht den Nachwuchsspielern des Verbandes den Weg nach oben erschweren.

Am Montagabend erhielt Wang, der schon oft als Sparringspartner zu Lehrgängen der deutschen Nationalmannschaft eingeladen war, die heiß ersehnte Einbürgerungsurkunde aus den Händen des Fuldaer Oberbürgermeisters Möller.

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2015 HONG KONG JUNIOR & CADET OPEN: Sun Chen als Maß der Dinge

Im Schatten der China Open wurden vom 5. bis 9. August in Hongkong die Nikon 2015 Hong Kong Junior&Cadet Open, ein gut besetztes Turnier der ITTF Golden Series im Junior Circuit, ausgetragen.

Dort spielte sich eine 18-jährige Chinesin zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ins Rampenlicht, die bis vor Kurzem nur wenige Insider bei uns kannten. Und das, obwohl sich die Penholderspielerin Sun Chen (Foto), die stark rückhandorientiert mit reichlich Spin spielt, inzwischen in der „großen“ Weltrangliste heimlich, still und leise bis auf Rang 63 empor gearbeitet hat. Bei den U21-Juniorinnen ist sie aktuell die Nummer 17 der Welt, im U18-Bereich die Nummer sechs.

Eine Woche zuvor hatte die junge Chinesin bei den GAC Group 2015 ITTF World Tour Pyongyang Open als Ungesetzte das Damen-Turnier gewonnen, in Hongkong sammelte sie alles an Goldmedaillen ein, was möglich war.

So gewann sie zunächst zusammen mit Cui Xuecong und Wang Yidi den Teamwettbewerb der Juniorinnen. Gegen ihre an fünf gesetzte Kollegin Wang Yidi musste sie sich auch im Einzel-Finale behaupten und tat das in einem überaus umkämpften Match mit 11:7, 4:11, 11:8, 7:11, 11:7 und 11:9. Gute Nerven hatte Sun bereits im Halbfinale unter Beweis gestellt, wo es gegen Cui Xuecong nicht weniger eng zugegangen war (11:3, 3:11, 11:3, 13:11, 9:11, 12:10). Dieses war bereits der dritte Streich, denn einige Stunden zuvor hatte sich die ambitionierte junge Asiatin ihre zweite Goldmedaille gesichert.

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